
|
 |
E-Postbrief - auf ins digitale Ummelde-Zeitalter |
 |
Schon vor Monaten hatte die Deutsche Post einen regelrechten Meilenstein als neue Serviceleistung angekündigt. Mit dem neuen Format „E-Postbrief“ wollte das Bonner Unternehmen als erster Anbieter in Deutschland für Privatkunden und gewerbliche Kunden die Möglichkeit bieten, Briefe in digitaler Form an Adressaten zu versenden. Das Produkt soll insbesondere dadurch bestechen, dass es zwar die modernen Leistungen einer E-Mail bieten soll, dabei aber die gleiche Sicherheit, Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit eines normalen Briefes bieten soll, wie es in den aktuellen Meldungen des Unternehmens heißt. |
Während Verbraucher bei der Konkurrenz noch bis zum Jahr 2011 auf ein Pendant zum Post-Produkt warten müssen und bisher lediglich eine Adresse für den Versand von E-Briefen reservieren können, ist die Post den Mitbewerbern einen guten Schritt voraus. Für die Registrierung erhebt die Deutsche Post von ihren zukünftigen Kunden keine Gebühr. Zudem ist die Eröffnung eines benötigten Kontos denkbar einfach. So können die Kunden die erforderliche Identifizierung für den Versand von elektronischen Briefen ohne großen Aufwand in jeder Post-Filiale vornehmen. Die Freischaltung erfolgt anschließend umgehend. Benötigt werden für das bekannte Postident-Verfahren wahlweise ein gültiger Reisepass oder ein Personalausweis.
Viele große Unternehmen nutzen den Service von Anfang an
Schon zum Start kann die Deutsche Post auf eine ganze Reihe großer bekannter Unternehmen verlassen, die ihrerseits auf den neuen Service des Unternehmens setzen. Neben dem Versicherungs-Global Player Allianz und dem Autohersteller Mercedes-Benz vertraut auch der DFB in Zukunft auf das neue Produkt der Post, um wichtige Briefe schneller als bisher versenden zu können, ohne dabei auf die bewährte Qualität bei der Zustellung verzichten zu müssen. Auf diesem Wege will die Post mit dem E-Postbrief auch den Weg zum Endverbraucher finden, damit sich auch die Millionen Privatkunden von der neuen Dienstleistung überzeugen lassen. Zu den weiteren Partnern gab es schon vor einiger Zeit Infos in den Medien. So nutzen ab sofort auch der hessische Lotto-Ableger, die DekaBank und der ADAC den E-Postbrief.
Gebühren beim Standard-Produkt wie beim „normalen“ Brief
Erst jetzt, pünktlich zur Markteinführung wurde überhaupt der Name des Produktes bekannt gegeben, denn in den vergangenen Monaten hüllte man sich beim Anbieter in werbewirksames Schweigen. Publik war jedoch bereits geworden, dass der Preis pro E-Postbrief wie beim herkömmlichen in der Filiale abgegeben Brief bei 55 Cent liegen soll. Damit nah die Post sozusagen frühzeitig den Kritikern den Wind aus den Segeln, die vor Veröffentlichung weitere Informationen zur Dienstleistung mutmaßten, die Post werde möglicherweise sogar deutlich höhere Gebühren in Rechnung stellen. Dabei wären höhere Gebühren vielleicht sogar durchaus gerechtfertigt, denn die Kunden der Post können beim E-Postbrief zwischen zwei verschiedenen Zustellungsvarianten wählen.
Zum einen besteht die Möglichkeit den elektronischen Brief tatsächlich online in digitaler Form zustellen zu lassen. Kunden können aber ebenso gut entscheiden, dass der online aufgegebene Brief durch Mitarbeiter der Deutschen Post ausgedruckt wird, damit der Brief mit dem normalen Zustelldienst des Unternehmens übersendet werden kann. Sofern es sich um Einschreiben handelt oder eine Extraleistung wie etwa ein Ausdruck in Farbe verlangt ist, können zusätzliche Gebühren erhoben werden. Die genannte Webseite erteilt zuverlässig Auskunft über die Sonderkonditionen.
Zur schnellen Adress-Reservierung wird geraten
Seit dem heutigen Tag können Verbraucher der Adresse epost.de nun ihre individuelle Adresse für das so genannte E-Postfach reservieren. Die frühzeitige Buchung kann sich lohnen. Denn sollte sich der erwartete Erfolg des Produktes bestätigen, könnten vor allem die Standard-Adressen (etwa bei besonders häufig vertretenen Nachnamen oder Unternehmensnamen) bereits schnell vergeben sein. Die Adressen beinhalten allesamt die Endung „@epost.de", vorangestellt werden kann frei wählbar unter anderem der jeweilige Vor- und Nachname des Kunden. |
 |
Nach Aussagen des Post-Management ändert sich durch die Einführung des E-Postbriefs im Grunde nur eines: Die Zustellung soll noch schneller als bisher erfolgen, wenn sich die Kunden für die Online-Zustellung entscheiden. An der Produktqualität soll sich nichts ändern. Dafür ersparen sich Kunden die Arbeit, Briefe von Hand zu schreiben oder digitale Dokumente eigens für den Versand selbst ausdrucken zu müssen. Vor allem eines soll geboten werden: Größtmögliche Sicherheit, damit sich die Kunden keine Sorgen in puncto Seriosität machen müssen. Hohe Versprechungen macht der Anbieter den potentiellen Kunden dahingehend, dass der Briefversand nun noch einfacher und eben bequemer vonstatten gehen soll. An einem Punkt muss nun an anderer Stelle noch gearbeitet werden aus Sicht von Experten. So fehlt es bisher an verbindlichen rechtlichen Vorgaben, damit wie gewünscht auch Behörden so bald wie möglich vom neuen Angebot Gebrauch machen können.
Für die Post besteht berechtigte Hoffnung, dass der E-Postbrief dabei hilft, wieder verstärkt Kunden an sich binden zu können, denn seit Öffnung des Marktes vor einigen Jahren hatte der „gelbe Riese“ in verschiedenen Bereichen einen zumindest geringen Kundenschwung zu verarbeiten. Darüber hinaus rechnet sich der E-Postbrief für die Post selbst, weil die Bearbeitungsgebühren für das Unternehmen durch den neuen Service um maximal 60 Prozent geringer ausfallen können.
|
Preisirrtümer und Änderungen vorbehalten:
Die angegebenen Leistungen und Preisangaben dienen lediglich als Entscheidungshilfe. Sie umfassen keine Garantiezusage. Eine vollständige Leistungsbeschreibung, z. B. Preislisten mit Verbindungsentgelten und Bedingungen zu Tarifen in der jeweils aktuellen Fassung, finden sich in den veröffentlichten Preislisten und AGB der genannten Unternehmen. |
|