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Post nachsenden

 
Post Nachsendeservice Auch wenn man in Zeiten von Social Networks wie Facebook, Stayfriends und StudiVZ schnell und (manchmal zu) einfach gefunden werden kann: Der Nachsendeservice der Post ist und bleibt die unkomplizierteste Möglichkeit bei einer Adressänderung weiterhin seine Briefsendungen zu erhalten. Zudem übernimmt die Post die Mitteilung der Adressänderung an die Absender - dadurch ersparen Sie sich viele lästige Telefonate.

Und so funktioniert’s:
Der Nachsendeservice, früher auch Nachsendeauftrag oder Nachsendeantrag genannt, beinhaltet die Umleitung ihrer Briefpost an ihre neue Adresse, auch wenn diese an ihren alten Wohnort gerichtet ist. Dazu werden die an Sie adressierten Briefe und Karten von der Post automatisch mit einem ablösbaren Etikett versehen und umdirigiert. Zudem werden die Absender über ihre neue Adresse informiert. Aus Datenschutzgründen müssen Sie sich deshalb beim Antrag auf den Nachsendeservice mit der Weitergabe ihrer neuen Adresse an die Absender einverstanden erklären. Der Nachsendeservice gilt für Briefe und Postkarten, sowie Streifbandzeitungen (z.B. Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften mit entsprechender Kennzeichnung auf dem Versandetikett). Nicht umgeleitet werden dagegen:

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Infopost & Infobriefe ohne Umhüllung
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Pressepost-Sendungen
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Express-Sendungen

Sowie bei einem Umzug ins Ausland:
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Warensendungen
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Werbeantworten
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Postvertriebsstücke
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Pressesendungen
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Nachnahme- & Wertsendungen
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Pakete

Päckchen und Pakete können innerhalb Deutschlands gegen einen Aufpreis von 3,90 Euro pro Sendung ebenfalls umdirigiert werden.

Dauer und Preise
Der Nachsendeservice der Post kann auf Wunsch für 6 oder 12 Monate beantragt werden. Für Privatkunden berechnet die Post eine Gebühr in Höhe von 15,20 Euro (6 Monate) bzw. 25,20 (12 Monate). Da der Nachsendeantrag für alle zum Haushalt gehörenden Personen gilt, vergessen Sie bitte nicht, beim Antrag alle Namen ihrer Haushaltsmitglieder zu nennen. Firmen, Behörden, Selbstständige und öffentliche Einrichtungen gelten als Geschäftskunden und zahlen für den Service 30,20 Euro (6 Monate) bzw. 50,20 Euro (12 Monate). In diesem Fall sind die Kosten gegen Vorlage der entsprechenden Quittung selbstverständlich steuerlich absetzbar. Sie sollten auch beachten, dass sich die Brieflaufzeit (also die Zeit zwischen der Einlieferung bis zur Zustellung) um ca. zwei Tage verlängert.

Antrag auf Nachsendeservice
Natürlich können Sie Ihren Nachsendeantrag in jeder Filiale der Post stellen. Noch einfacher geht es allerdings mit dem Online-Formular in der e-Filiale: Einfach die gewünschte Dauer, Beginn und Zahlungsmethode sowie ihre alte und neue Adresse angeben und schon können Sie sicher sein, dass Sie auch weiterhin die Liebesbriefe Ihrer anachronistischen Verehrer sowie die kauzigen Postkarten Ihrer Weltenbummlerfreundin erhalten.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewähren, sollten Sie den Service jedoch mindestens fünf Werktage, besser noch zwei bis drei Wochen, vor Ihrem Umzugstermin in Auftrag geben.

Übrigens können Sie den Nachsendeservice auch im Sterbefall, bei vorübergehender Abwesenheit oder im Falle einer Insolvenz in Anspruch nehmen.
Umzugskarton 2009

Zusatzleistungen
Zusätzlich zum Nachsendeservice stellt Ihnen die Post personalisierte Klingel- und Briefkastenschilder sowie Adressaufkleber und bei Privatkunden die Zeitschrift „Neues Zuhause“, mit Tipps und Tricks rund um das Thema Wohnungswechsel, zur Verfügung. Geschäftskunden erhalten das Magazin „Businessplaner“, einen Ratgeber für Firmenumzüge. Außerdem gibt es häufig Gutscheine, Rabatte oder günstige Probeabos von Partnerunternehmen der Post zu ergattern. Bei den Abonnements sollten Sie allerdings auf die Fristen achten: Ungekündigt werden sie nach Ablauf der Probezeit oft zu einem herkömmlichen Abonnement und damit voll zahlbar.

Lagerservice
Wenn Sie nur vorübergehend abwesend sind, z.B. während eines Urlaubs, ist der Lagerservice der Post eine gute Alternative zum Nachsendeservice. Gegen eine Gebühr von 8,90 Euro wird Ihre Post in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum (von einem Tag bis zu drei Monate) gelagert und bei Ihrer Rückkehr gebündelt zugestellt.

Fazit
Zugegeben, die meisten Briefe, die wir heutzutage erhalten, sind eher unangenehmer Natur: Rechnungen, Werbung und Steuerbescheide. Sollten Sie allerdings keine neue Identität vom FBI erhalten oder auf der Flucht vor der Mafia sein, so ist der Nachsendeservice der Post der beste Weg, um den gesellschaftlichen Anschluss nicht zu verpassen – zumindest solange Kunden, Lieferanten und Behörden noch nicht zu Ihren „Twitter-Followern“ gehören.