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Umzug-Checkliste: Betriebskostenabrechnung

Darauf sollten Sie bei der Betriebskostenabrechnung unbedingt achten:

Sind die Nebenkostenabrechnungen auf den Namen des Vermieters ausgestellt? Achten Sie darauf! Belege die auf einen anderen Namen ausgestellt sind sollten Sie sich genau anschauen und im Zweifel beim Vermieter nachfragen.

Mietobjekte müssen eigene Wirtschaftseinheiten bilden. Werden mehrere Häuser, die in keinem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, zusammengefasst, so kann die Abrechnung als fehlerhaft moniert werden.

Wurden die im Mietvertrag eventuell vereinbarten Umlageschlüssel bzw. Verteilerschlüssel der Abrechnung zugrundegelegt und bei den einzelnen Kostenarten auch angewendet? Bei Eigentumswohnungen werden hier häufig Fehler gemacht.

Wurde im Mietvertrag eine Betriebskostenpauschale vereinbart? Wenn ja, sind mit den monatlichen Zahlungen alle Betriebskosten abgedeckt.

Ist die Abrechnung übersichtlich? Die entstandenen Kosten müssen den 17 Nebenkostenarten detailliert zugeordnet sein. Eine einfache Auflistung ist nicht ausreichend.


Diese Neben- bzw. Betriebskosten dürfen umgelegt werden:

  • Laufende öffentliche Lasten des Grundstücks
    Hierzu zählen insbesondere die Grundsteuer. Nicht umlagefähig sind Beiträge des Vermieters zu Haus- und Grundbesitzervereinen, Kreditzinsen und Bankgebühren.
  • Kosten der Wasserversorgung
    Kosten für Wasserverbrauch und Wartung von Wasseraufbereitungsanlagen. Anschaffungs- und Reparaturkosten der Wasserleitungen sind keine Nebenkosten.
  • Kosten der Entwässerung
    Hier sind die städtischen Kanalgebühren gemeint.
  • Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren der Stadt
  • Stromkosten
    Kosten für die Beleuchtung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile. Die Beleuchtung einer Tiefgarage darf hingegen nur auf die Garagenmieter umgelegt werden.
  • Kosten der Hausreinigung und der Ungezieferbekämpfung
    Hierzu gehört die laufende Säuberung der von den Mietern gemeinsam genutzten Gebäudeteile.
  • Kosten für den Fahrstuhl
    Beinhaltet Kosten für den Betriebsstrom sowie die Pflege und regelmässige Überprüfung der Anlage durch den TÜV.
  • Gartenpflegekosten
    Sach- und Personalkosten, die durch die Pflege der hauseigenen Grünanlage, der Zugänge und Zufahrten sowie ggf. des Spielplatzes entstehen.
  • Kosten für die Schornsteinreinigung
    Achtung: Sind die Kosten für den Schornsteinfeger bereits in der Heizkostenabrechnung enthalten, dürfen sie in der Nebenkostenabrechnung nicht mehr auftauchen.
  • Sach- und Haftpflichtversicherungskosten
    Umlagefähig sind Kosten für die Versicherung des Gebäudes gegen Feuer, Sturm- und Wasserschäden, die Glasversicherung sowie die Haftpflichtversicherung für das Gebäude, den Öltank und den Aufzug. Rechtsschutz-, Mietausfall- oder Reparaturkostenversicherun-gen des Vermieters dürfen nicht als Nebenkosten angesetzt werden.
  • Kosten für den Hauswart
    Typische Aufgaben des Hausmeisters sind die Bedienung der Zentralheizung, Schneeräumung und Reinigung der Treppenhauseingänge und Bürgersteige. Kosten für Reparatur-, Renovierungs- oder Verwaltungsaufgaben sind jedoch keine umlegungsfähigen Betriebskosten.
  • Kosten für den Betrieb einer Gemeinschaftsantenne
    Beinhaltet Kosten für Miete, Strom und Wartung. Nicht jedoch Reparaturen oder die monatliche Grundgebühr für eine mit dem Kabelnetz verbundene private Verteileranlage.
  • Kosten für den Strom, das Wasser, die Reinigung und Wartung hauseigener Waschmaschinen
    Hierbei müssen jedoch die Einnahmen des Vermieters aus dem Verkauf der „Waschmünzen“ abgezogen werden.
  • Sonstige Betriebskosten
    Anrechenbare sonstige Betriebskosten müssen ausdrücklich im Mietvertrag aufgeführt sein.


Die Betriebskostenabrechnung birgt machen finanziellen Fallstrick. Eine Überprüfung ist in jedem Fall empfehlenswert. Mit Hilfe unserer Checkliste haben wir Ihnen bereits machen Tipp gegeben. Sollte es Unstimmigkeiten geben, wenden Sie sich getrost an eine Mietervertretung. Der Deutsche Mieterbund ist immerzu eine gute Adresse. Seine lokalen Vertretungen finden sich in fast jeder größeren Stadt. Ansonsten hoffen wir, das Ihr Vermieter die Betriebskostenabrechnung korrekt erstellt und Sie nicht dazu aufgefordert werden, erhebliche Kosten zu übernehmen, die tatsächlich von anderen Mietern verursacht wurden.

Betriebskostenabrechnungen sind selten fair
Das gültige Mietrecht ist hier leider sehr ungenau. Und so geschah es, das der Autor dieser Zeilen als Single genauso viel an Betriebskosten zahlen musste, wie es eine fünfköpfige, benachbarte Familie tat. Die Umlage der Betriebskosten auf die angemietete Quadratmeterzahl ist zwar nicht gerecht, aber dafür dem gültigen, deutschen Gesetz entsprechend. Gegen solche “Ungerechtigkeiten” hilft selten ein Einwand. Ihrem Vermieter obliegt es vielmehr, die Parameter für seine Berechnungsgrundlagen auszuwählen. Dagegen hat man als Mieter selten eine Chance oder Aussicht auf einen erfolgreichen Protest.

Doch lassen Sie sich keinesfalls entmutigen: Mit einer beherzt vorgetragenen (schriftlichen) Erklärung hat bereits mancher Mieter eine Korrektur seiner Betriebskostenabrechnung erwirkt. Wie im übrigen Leben gilt auch hier: “Je besser Ihre Recherchen und Argumente sind, umso mehr Aussichten auf Erfolg stellen sich ein. Weitere, nützliche Informationen finden Sie übrigens über die Homepage von ummelden.de Das gilt insbesondere dann, wenn Ihnen ein Wohnungswechsel bevorsteht.

 

Mehr nützliche Informationen zum Thema Umzug & Ummelden finden sich im Bereich Umzugsservice.