KW 42/03, 13. Oktober 2003


 
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Umziehen statt pendeln

Nach einer sehr langen Diskussion haben sich die Finanzexperten von SPD und Grünen darauf geeinigt, die Entfernungspauschale auf 15 Cent pro Kilometer zu kürzen. Sie soll dafür ab dem ersten Kilometer an für alle Verkehrsmittel gelten. Opposition, Automobil-verbände und Boulevardblätter laufen Sturm gegen die Pläne.

Auch Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo), ist gegen eine Senkung. In einem Beitrag für die Süddeutsche Zeitung vom 25.9.2003 warnt er vor einem ineffizienten Steuersystem: "Sind die Kosten für die Fahrt zum Arbeitsplatz nicht mehr absetzbar, drohen Fehlentscheidungen der Bürger." DIW-Experte Stefan Bach findet die rot-grünen Pläne hingegen "durchaus korrekt".



Umzug ins Ausland

Seit dem rot-grünen Wahlsieg im Herbst 2002 interessieren sich viele deutsche Firmen für eine Verlagerung in die Schweiz - teilweise mit utopischen Vorstellungen.

Nicht nur Prominente wie Boris Becker zieht es aus Deutschland in die Schweiz, sondern auch Firmen, darunter besonders viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Doch gerade für diese ist die Schweiz oft nicht das Richtige. «Durch den Leidensdruck, meist wegen hoher Steuern, machen sich viele utopische Vorstellungen über die Schweiz», meint Wirtschaftsanwalt Thomas Gehrig, der Gründer von Globogate, einem Netzwerk, das global bei Standort-verlagerungen Unterstützung bietet und in Zürich, St. Gallen und Stansstad verschiedene «Gates» unterhält. Das sind auf Steuern, Immobilien oder Unternehmensberatung spezialisierte Nieder-lassungen. So genannte Länderberater, Experten und Vertrauens-leute - auch in Deutschland, wie Gehrig betont, denn Globogate arbeite strikt legal - komplettieren das Angebot. 80% der Kunden stammen aus Deutschland.
 


Internet gehört für viele Deutsche zum Alltag

Das Internet gehört mittlerweile fest in den Alltag der Deutschen. Dies zeigt eine Studie der Deutschen Telekom. Neben dem für viele selbstverständlichen Online-Shopping setzen 2003 fast 40 Prozent der Bürger das Internet zur Jobsuche ein. Interesse an E-Government-Systemen ist bei über 70 Prozent der Befragten vorhanden. Sie erhoffen sich Behördengänge und Steuererklärungen online erledigen zu können.

87 Prozent der befragten Bürger glauben, dass die Internetkompetenz der Bevölkerung im Jahr 2005 hohe Bedeutung für den Standort Deutschland haben wird. Im Rahmen der vom Euro Lab for Electronic Commerce & Internet Economics durchgeführten Studie wurden 2068 Teilnehmer aus vier Gruppen befragt. Sie setzen sich zusammen aus 427 Bürgern, 629 Unternehmen, 521 Unternehmen der Werbewirtschaft sowie 491 Medienunternehmen.

Beinahe die Hälfte der befragten Unternehmen bestätigen einen hohen Einfluss des Internet auf ihre Geschäftstätgkeit. Besonders trifft dies auf die Werbeindustrie zu, die mittlerweile "E-Mail-Marketing" als gleichwertig zum Telefondirektmarketing einstuft.

Mit dieser Marketingform haben bereits 47,1 Prozent der Befragten Kontakt gehabt. Der Trend zu breitbandigen Internetzugängen wird sich laut den befragten Medienunternehmen fortsetzen und neuen Anwendungen den Weg ebnen. So sollen im Jahr 2008 12,6 Millionen Breitbandanschlüsse erreicht werden.





Ohne Kabel gehts auch

Surfen Sie so, wie Sie telefonieren: kabellos. Ein Umzug ist eine ideale Gelegenheit. Schauen Sie sich die Vorteile der Funknetz-werktechnik näher an. Es lohnt sich. Statt Kabel zu verlegen, können Sie einen oder mehrere Rechner bequem anschließen und von jedem Ort der gesamten Wohnung auf Ihre Web-Dienste zugreifen. Besonders vorteilhaft ist die W-LAN-Technik dann, wenn Sie mit einem Notebook surfen. 'Online in jedem Raum' heißt das Motto. Innerhalb von Gebäuden erlaubt das Funknetzwerk eine Reichweite von 30 Metern, außerhalb sind es sogar bis zu 150 Meter. Auf diese Weise lassen sich selbst Etagen überwinden und Online-Verbindungen zu Orten herstellen, die sonst nur mit aufwendigen Kabelverlegungen denkbar wären. Schnurlos im Internet surfen - nutzen Sie die aktuellen Angebotspakete der Telekom. Sie sparen EUR 200,- im Vergleich zu Einzelkomponenten.

Mehr Informationen gibt es hier.

 


Gezielt heizen und damit Geld sparen

Angesichts gestiegener Gas- und Ölpreise sollten Verbraucher beim Heizen jetzt verstärkt auf Energiesparmaßnahmen achten und ihre Heizgewohnheiten überdenken. So muss zum Beispiel an besonders kalten Tagen nicht die ganze Wohnung behaglich warm geheizt werden. Die Türen geschlossen zu halten und nur einen Raum gut
zu heizen, könne viel Geld sparen, rät der Bund der Energiever-braucher in Rheinbreitbach (Rheinland-Pfalz).

"Wichtig ist es außerdem, die Dämmung des Hauses zu überprüfen, so genannte Wärmelöcher abzudichten und die Heizungsregelung richtig einzustellen", rät Aribert Peters, der Vorsitzende der Organ-isation. Ein großer Teil der Heizenergie wird Peters zufolge an den sehr wenigen sehr kalten Wintertagen verbraucht. Die Heiz-kosten könnten an solchen Tagen leicht zwischen fünf und zehn Euro pro Haushalt liegen. Auch richtiges Lüften könne dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken: Dauernd gekippte Fenster kosteten viel Geld. Ausreichend sei es, zwei bis drei Mal täglich das Fenster für fünf Minuten zu öffnen. Etwas anderes als solche Sparmaß-nahmen bleibt Verbrauchern Peters zufolge derzeit kaum übrig, um die Heizkostenrechnung trotz der gestiegenen Energiepreise möglichst niedrig zu halten.

Nach einem Bericht des Energie-Informationsdienstes (EID) in Hamburg sind die Kosten für das Heizen mit Gas seit dem 1. Oktober 2002 um bis zu 13 Prozent gestiegen. Verbraucher seien gezwungen diese Erhöhungen hinzunehmen, da es - anders als bei Öl und Strom - keinen Wettbewerb gebe. Ausgehend von den derzeitigen Preisen kann es sich laut Peters allerdings langfristig durchaus lohnen, beim Austausch des Heizsystems von einer Gas- auf eine Ölheizung zu wechseln: "Beim Heizen mit Öl kostete die Kilowattstunde Anfang August dieses Jahres 3,1 Cent, beim Heizen mit Gas 4,5 Cent."

(Quelle: merkur-online.de)


 


Wartelisten sind normal

Immer mehr Abiturienten kommen an die Hochschulen. Das ist politischer Wille. Nur wächst das Wohnungsangebot nicht mit. Sonderprogramme für neue Wohnheime gibt es wegen der knappen Landeskassen nicht.

Pünktlich zum Semesterbeginn wird landauf, landab geklagt. Seit drei Jahren steigen die Anfängerzahlen an den Hochschulen. Noch weiß man nicht genau, wie viele es in diesem Jahr sein werden. Im Wissenschaftsministerium rechnet man aber damit, dass wie in den vergangenen Jahren wieder etwa 4000 neue Studenten dazukommen. Im Jahr 2002 haben an den Hochschulen in Baden-Württemberg 50 300 Männer und Frauen ein Studium angefangen, das sind fünf Prozent mehr als im Jahr 2001 mit 47 900 Erst-immatrikulierten. Fast 58 Prozent schrieben sich an den neun Universitäten, knapp ein Drittel an den 25 Fachhochschulen des Landes ein. Die Bildungspolitiker freut"s, schließlich steht das Land mit einer Akademikerquote von 15 Prozent der Erwerbstätigen international bescheiden da.



Ostdeutscher Immobilienmarkt bleibt angespannt

Die Lage auf dem ostdeutschen Immobilienmarkt bleibt angesichts großer Leerstände und der flauen Konjunktur angespannt. Die Nachfrage nach Büroräumen steige zwar bei Behörden. Große Unternehmen legten aber eher Standorte zusammen, teilte die bundeseigene Immobiliengesellschaft TLG Immobilien am Dienstag in Berlin mit.
In den Bau neuer Mietwohnungen und Eigenheime werde derzeit wenig investiert. Einzelhandelsflächen seien in den Top-Lagen der Innenstädte weiter gefragt, in etwas abseits gelegenen Straßen sei die Lage aber schwierig. Nach wie vor stehen in den neuen Ländern mehr als eine Million Wohnungen leer, die für den Markt nicht geeignet seien, hieß es. Nachfrage gebe es für hochwertige größere Wohnungen. Angesichts der geringen Inves-titionen könne es regional einen Mangel geben, der auch höhere Mietpreise erwarten lasse. Für Neubauwohnungen liege die Spanne der Nettokaltmieten pro Quadratmeter momentan in Rostock und Potsdam zwischen 5,60 und 7,70 Euro, in Dresden zwischen 5,30 und 7,30 Euro, in Magdeburg zwischen 5,60 und 7,50 Euro sowie in Erfurt zwischen 5,10 und 7,20 Euro.

Die Studie führt den Angaben zufolge Daten zum Grundstücksmarkt aus den kreisfreien Städten in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen. Die TLG ist die ehemalige Treuhand-Privatisierungsgesellschaft für Immobilienbesitz aus den neuen Ländern.

(Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)





Viel Ärger mit säumigen Stromkunden

Die Stromrechnung liegt im Papierkorb. Für Hunderte von Zwieslern ist das normal. Zahlungsunwillige Privatleute, vermehrt auch klamme Gewerbebetriebe erfordern es, dass sich eine eigene Kraft in den Stadtwerken mit dem aufwändigen Mahnverfahren beschäftigt. Siglinde Stangl hat schon alles erlebt: Drohungen, Tränen, Märchenstunden. Sie ist es, die in den Stadtwerken die "Lieblingskunden" betreut. Wie sagte doch der Mann, der im Taxi vorgefahren kam, um sich über die verhängte Stromsperre zu beschweren? "Wenn dös a so weida geht, dann nimm i mein Strom vom Yello!"

Das wäre dann ein Problemfall weniger gewesen von über 300. Jeden 15. Februar, Mai, Juli, September und November wiederholt sich dasselbe Spiel. Die Stadtwerke verschicken 5628 Abschlags-Stromrechnungen. 93 Prozent davon werden umgehend oder mit leichter Verspätung bezahlt. Die meiste Arbeit aber gibt es mit den rund sieben Prozent der Stromkunden, die nicht zahlen können oder wollen.

Es handelt sich um den "harten Kern", der noch nie freiwillig bezahlt hat, verstärkt von den "Neuzugängen", die in jüngster Zeit durch Arbeitslosigkeit oder andere wirtschaftliche Probleme ins finanzielle Abseits gedriftet sind.


 


Essen - Leben in der Geschichte

Die Geschichte der Stadt ist älter als z.B. die Berlins, Dresdens oder Münchens. Im Jahr 2002 feierte Essen das 1150 jährige Jubiläum von Stift und Stadt. Altfrid, später Bischof von Hildesheim, gründete um 852 auf dem Grund des heutigen Burgplatzes ein Stift für Damen des Hochadels. Fast 1000 Jahre regierten die Äbtissinnen die Stadt.

Heute leben rund 591 889 Einwohner (Stand 2001) in der 210,4 Quadratkilometer großen Stadt Essen. Essens Entwicklung zur Großstadt ist untrennbar verknüpft mit der Entdeckung und dem Abbau von Steinkohle und der Guss-Stahlherstellung. Nicht zuletzt durch die wirtschaftliche Erfolgsstory Alfred Krupps wird Essen ab Mitte des 19. Jhs. zum Inbegriff für die Montanindustrie.

Geblieben sind beeindruckende Monumente des Industriezeitalters. Das Wahrzeichen des Ruhrgebiets, die Zeche Zollverein, wurde zusammen mit dem angrenzenden Areal der Kokerei von der UNESCO 2001 in den Rang des Weltkulturerbes erhoben. Heute ist die Schachtanlage ein kreatives Zentrum und Veranstaltungsort.
Das Design-Zentrum NRW, das Choreographische Zentrum NRW, Werkstätten, Studios und Ateliers sind hier beheimatet.

Die Essener lieben an ihrer Stadt besonders die Verbindung von Urbanität und von Grün- und Erholungsflächen. Der Grugapark, in unmittelbarer Nähe zur Messe, ist einer der größten und schönsten deutschen Stadt-gärten. Er lockt Besucher nicht nur mit thematischen Pflanzungen und Tiergehegen, sondern auch mit Tennis- und Tischtennis-plätzen, Tummelwiese, Rollschuhbahn, Volleyballcourt und vielen Sonderveran-staltungen. Der Baldeneysee und seine Umgebung sind ein bekanntes Ziel für Angler, Ruderer, Surfer, Segler und Inlineskater. Jährlich trifft sich die Seglerprominenz hier zur größten deutschen Binnenseeregatta, der Essener Woche.

Im Online-Rathaus-Test von meldeaemter.de hat Essen allerdings nicht gut abgeschnitten.

Testurteil:

Bei Essen.de finden sich zwar einige Formulare, allerdings keine ummelderelevanten Unterlagen. Wer sich in Essen anmelden will, muss zum Bürgeramt. Dort werden die Angaben der Neubürger vom Sachberarbeiter direkt ins System eingegeben.


Mehr zum Thema umziehen in Essen und Umzug nach Essen erfahren Sie hier.

 



 

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