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Wann werden behördliche Online-Vorgänge bundesweit freigeschaltet?

Initiative Bund Online

Musterbeispiel Bremen

Ausblicke auf das eGovernment


Einwohnermeldeamt Online Formulare

Wer würde von sich behaupten gerne Behördengänge zu absolvieren? Tatsächlich verlaufen unsere Alltagsgeschichten leider weitaus weniger humorvoll als Ephraim Kishons Satire „Der Blaumilchkanal“, in der die Tel Aviver Stadtverwaltung (nach Kompetenzstreitigkeiten) einströmendes Wasser schließlich als touristische Attraktion ausweist. Zumindest Umzügler bleiben von zeitintensiven Behördenbesuchen nicht verschont – noch nicht.
Denn nach den Plänen der Bundesregierung soll die Realisierung von Online-Rathäusern nun zügig voranschreiten. Grundlage hierfür bildet das Melderechtsrahmengesetz vom 11. Juli 2001, das es ermöglicht, einen Wohnortwechsel online mitzuteilen. Voraussetzung ist, dass die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes dies zulassen.

In den nachfolgenden Passagen erfahren Sie Wissenswertes zur Online-Ummeldung, den aktuellen Stand der Entwicklung sowie Details zu den geplanten Realisierungsschritten.
Da Bereitstellung, Pflege und Ausbau der erforderlichen Web-Techniken länderspezifisch geregelt wird, ist eine vollständige Ummeldung via Internet zur Zeit noch nicht bundesweit möglich.

Ummelden.de bietet jedoch Umzüglern die Möglichkeit, sofern die gesetzlichen Bestimmungen des Bundeslandes, in das sie umgezogen sind, dies zulassen, sich von ihrem PC aus ab-, an- bzw. umzumelden.

Auf ummelden.de werden Umzügler künftig die gängigen Online-Formulare der Einwohner-meldeämter, die diesen Service bereits anbieten, vorfinden. Die Vorteile dieser Services liegen auf der Hand: Umziehende müssen sich weder nach den Öffnungszeiten des zuständigen Amtes richten noch ausgedehnte Wartezeiten in Kauf nehmen.

Initiative Bund Online 2005

Dass die Bundesregierung die Bedeutung des Schlagwortes eGovernment ernst nimmt, wird durch die Initiative „Bund Online 2005“ deutlich. In dieser Arbeitsgruppe verpflichtet sich die Regierung, bis 2005 alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesregierung online zugänglich zu machen.

Genauso wie Parteien in den vergangenen Jahren intensiv ihre Online-Präsenzen auf ein professionelles Level gehoben haben, genauso ist die Regierung offensichtlich bemüht, mehr und mehr staatliche Dienstleistungen via Web verfügbar zu machen.

Schließlich ist das Internet längst zum Massenmedium avanciert. Daran konnte auch die erste Krise der Branche nichts ändern, sie brachte vielmehr eine nötige Marktbereinigung. Die Technik selbst eignet sich idealerweise für eine Vielzahl von Dienstleistungen, so auch für kommunale.
Ziel der Initiative „Bund Online 2005“ ist es, Bürgern zu ermöglichen, kommunale Dienstleistungen genauso unabhängig wie Bankgeschäfte, das bedeutet ohne Beschränkung durch Öffnungszeiten, online durchzuführen. Bundesweit führend bei der Realisierung dieser upBestrebungen sind die Bundesländer Bremen, Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Musterbeispiel Bremen

Bremen beispielsweise wurde im November 2001 in Brüssel für seine Bemühungen, die Entwicklungen möglichst effektiv voranzutreiben, im Rahmen des Aktionsplans eEurope und des Programms IST (Information Society Technologies) mit dem „ eGovernment good practice“ Gütesiegel ausgezeichnet. Ein Beispiel für Bremens gute Leistungen: Der Bevölkerung soll dabei geholfen werden, das neue Kommunikationsmedium Internet unter Benutzung der Signaturkarte optimal nutzen zu können. Bremen wird bei diesen Bemühungen durch den Verein „Komm mit ins Netz e.V.“ unterstützt. Bereits eingerichtete öffentliche Internetzugänge werden dabei ausgebaut, und bei Bedarf wird den Bremerinnen und Bremern fachkundige Anleitung angeboten, um das Internetportal optimal für Dienstleistungen im Bereich Verwaltung nutzen zu können.

Ausblicke auf das eGovernment

Auch in Anbetracht der Bestrebungen der deutschen Bundesregierung ist es absehbar, dass künftig die „virtuelle Behörde“ ein voll funktionstüchtige Alternative zum klassischen Behördengang sein wird.

Musste man bisher unter Umständen Urlaub nehmen, um sich in seiner neuen Stadt anzumelden, gelingt dies künftig mit ein paar Mausklicks bequem von zu Hause aus. Wurden bisher die Nerven durch lange Wartezeiten in Behörden strapaziert, kann die gewonnene Zeit künftig sinnvoller genutzt werden.

Bürger und Behörden können durch die Möglichkeit, Formulare online auszufüllen und zu versenden, Zeit, Kosten und Nerven sparen. Deshalb ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis „Online-Ummelden“ genauso selbstverständlich geworden ist wie heutzutage das Versenden von eMails.
Auf ummelden.de werden wir Umzügler regelmäßig auf dem neuesten Stand halten, was die Möglichkeiten moderner Online-Behörden anbelangt. Auch wir wünschen uns diese Zeiten schnell herbei.




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