Unnötige Kosten beim Umziehen vermeiden und preiswerte Alternativen nutzen

Wo sich beim Umziehen Kosten effektiv einsparen lassen, erfahren Sie hier. Ziehen mit Hilfe dieser bewährten Praxistipps billig um

Preisgünstig umziehen steht beim Wohnungswechsel ganz weit oben im Ablaufplan

Es ist kaum verwunderlich, dass das Bestreben groß ist möglichst viele unnötige Kosten zu vermeiden und besonders preisgünstige Angebote zu nutzen. Umzüge sind eine kostspielige Angelegenheit und einschlägige Befragungen unter umziehenden Privatleuten zeigen anschaulich, dass jeder Dritte mit den finanziellen Herausforderungen hadert.

Junge Leute sind von Hause aus bestrebt die Ausgaben gering zu halten, weil die notwendigen finanziellen Rücklagen für die Inanspruchnahme kostspieliger Dienstleistungen selten vorhanden sind. Aus diesem Grund greifen Studenten, Auszubildende oder Berufsanfänger bevorzugt auf die Unterstützung von Freunden und Bekannten zurück. Zwar sind auch hier Einsparungen möglich, doch sind die Potentiale weitaus geringer als z. B. bei einem mittelgroßen Auszug aus einer 3 oder 4 Zimmerwohnung.

Ganz umsonst ist wohl noch niemand umgezogen, doch Umzüge lassen sich durchaus zu zivilen Preisen realisieren. Die besten Tipps für einen erschwinglichen Möbeltransport haben wir nachfolgend zusammengestellt.

Günstig umziehen

1. Umzugskartons ausleihen – günstige Umzugskisten besorgen

, sind ein möglicher Ansatz, um die Kosten positiv zu beeinflussen. Doch wie und wo bekommt man als Umziehender eigentlich wirklich günstige Verpackungskisten. Der übliche Weg ist es, innerhalb der Familie sowie bei Freunden und Bekannten anzufragen, ob dort vielleicht noch im Keller der eine oder andere Karton zu finden.

Umzugskartons bei Freunden und Verwandten ausleihen

Zum Beispiel, wenn man sich die Mühe macht, den örtlichen Einzelhandel aufzusuchen. Auch heute noch finden sich in vielen Supermärkten und anderen Geschäften gesonderte Ecken an den Kassen, an denen Bananenkisten und andere Verpackungen sozusagen als günstige Umzugskartons mitgenommen und beim späteren Umzug zweckentfremdet werden können.

Der Gang zum Modegeschäft kann etwa dazu führen, dass Umziehende spezielle Verpackungen für Bekleidung bekommen, die im Handel ohnehin entsorgt werden müssten. Für den Umzug bedeuten die Kleiderkartons aus Pappe, dass man sich im bestmöglichen Falle nach dem Einzug in die neue Wohnung das Bügeln der zerknitterten Kleidungsstücke sparen kann. Wer einen großen Kleiderschrank besitzt, wird diese Erleichterung in jedem Fall zu schätzen wissen. Ein weiterer Ansatz ist der Besuch im Computerfachgeschäft. Dort kann man mit etwas Glück günstige Umzugskartons für Monitore, den Rechner, den Fernseher und andere Elektrogeräte erhalten.

2. Kostenfaktor Umzugsvorbereitung – früh beginnen

Denkt man an die bevorstehenden , kommen einem überwiegend jene Aufwendungen in den Sinn, die für den Möbeltransport notwendig sind.

Wer günstig umziehen will, sollte seine Perspektive ausweiten und möglichst frühzeitig mit dem Vorüberlegungen starten. Sicherlich lassen sich nicht alle Ausgaben durch einen zeitigen Start der Recherchen verringern, aber doch wesentliche.

Dazu gehört, Zahlungen zu vermeiden, die unter Umständen abgewendet werden können Beispielhaft seien an dieser Stelle genannt: Nachmietersuche, Mietaufhebungsvertrag, Möglichkeiten zur Sonderkündigung (Strom, DSL, Kabel-TV).

Frühzeitig informieren - Recherchen starten

3. Umfeld informieren – Unterstützung im Web recherchieren

Über den ! Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über Ihr Vorhaben. Umzugsempfehlungen von Kollegen oder aus der Familie gestalten manchen vielleicht günstiger. Der eine kennt einen zuverlässigen Handwerker, ein anderer sucht unter Umständen einen Wohnzimmerschrank in der Größe, die in der neuen Wohnung keinen Platz findet. Alternative Anlaufstellen im Web sind Online-Kleinanzeigen (eBay) oder Nachbarschaftshilfsforen (Facebook).

Auf diese Weise lassen sich Kontakte zu hilfsbereiten Mitmenschen herstellen, die eine Küche demontieren können, Wände streichen, Deckenlampen anbringen können oder Endreinigungen anbieten. Mit einer gewissen Vorlaufzeit lässt sich gerade bei Umzügen unter 100 Quadratmeter vieles ohne die Hilfe von Umzugsprofis regeln.

4. Hau-Ruck-Aktionen vermeiden – clever Preise vergleichen

: Klar, wer sich zu später um einen Miettransporter kümmert, der hat nur noch eine bescheidene Auswahlmöglichkeit – oder im schlimmsten Fall gar keine Auswahl mehr. Gewisse Dinge brauchen Vorlauf – 2 Tage vor dem Auszugstermin werden Sie schwerlich eine offizielle Halteverbotszone, einen Transporter und preiswerte Umzugshelfer organisiert bekommen.

Das Gleiche gilt für Renovierungsarbeiten vor der Wohnungsübergabe. Kalkulieren Sie bei allen Aktionen, die die Mithilfe von Personen einbezieht Unwägbarkeiten ein (Krankheit, Unfall, Notdienste).

Bereiten Sie alles gewissenhaft vor. Versuchen Sie spontanen Aktionen aus dem Weg zu gehen (Fahrt in den Baumarkt, zum EC-Automaten, Pizzadienst, Kauf von Müllsäcken und so weiter).

Vergleichen Sie die Angebote von Möbelspediteuren, sofern Sie die Hilfe von gewerblichen Profis in Anspruch nehmen wollen. Die in Aussicht gestellten Einsparpotentiale sind zwar häufig abenteuerlich in ihrer Höhe. Dennoch lassen sich wertvolle Euro dadurch einsparen, dass man das Preisleistungsverhältnis genauestens unter die Lupe nimmt.

5. Sammeln, organisieren und Dinge in die Hand nehmen

: Sie persönlich sind ein nicht unerheblicher, kostenbeeinflussender Faktor in der Umzugsrealisation. Denn manch einer präpariert die Dinge, die zu transportieren sind nur unzureichend. Das beginnt bereits bei der Auswahl des Hausstandes, der in das neue Zuhause Einzug halten soll.

Wer hier nicht ausmistet und im schlimmsten Fall sogar Gegenstände befördert, die bei strenger Betrachtung gar keinen Reiz (mehr) ausüben, richtet die neuen vier Wände nicht nur nicht nach Feng-Shui-Gesichtspunkten ein, sondern erhöht selbstverständlicher Weise unnötig den Transportumfang und damit die Kosten für die Möbelbeförderung.

Deshalb gilt: Packen Sie persönlich ein. Es ist Ihre Wohnung. Es sind Ihre liebgewonnenen Gegenstände. Entsorgen Sie all das, was Sie jahrelang nicht mehr genutzt haben (Krempel, Kleidung, Vasen, Bilder, Zeitschriften, Bücher). Verschenken Sie Dinge! Wer braucht schon 4 Gartenschläuche?

Packen Sie Ihre Dinge selbst ein. Lassen Sie es von anderen tun (Möbelspediteur oder Umzugshelfer) kann nicht sichergestellt werden, dass es mit der gleichen Umsicht geschieht, wie es in Ihrem Fall der Fall wäre. ACHTUNG! Derjenige, der packt, haftet für Transportschäden.

Billig umziehen indem der Müll entsorgt wird

6. Müll – nützlich und kostenrelevant beim Umziehen

Selbst ! Wer braucht wie Packpapier, wenn er wochenlang vor dem Auszugstag alte Zeitung gesammelt hat? Sie kaufen Umzugskartons, obschon sich diverse leere Reisekoffer in Ihrem Besitz befinden? Vor Ihrer bisherigen Wohnung befindet sich ein großer Restmüllbehälter, doch Sie hatten in den zurückliegenden Wochen keine Zeit Gegenstände zu entsorgen?

Im Fall von Altpapier ist das Sammeln ratsam. Manche Decke und das ein oder andere Badetuch ersetzen teure und ökologisch bedenkliche Verpackungsmaterialien (Luftpolsterfolie, Wickelfolie, ect.) – die Erfahrung zeigt allerdings, dass immer noch viel zu viel Müll entweder zwangstransportiert oder –entsorgt werden muss.

Tipp: Beseitigen Sie den Müll frühzeitig. Transportieren Sie weder Altglas noch Pfandkästen!

Bei größeren Auszügen sind vielfach Müllcontainer im Einsatz. Falls ein solcher Müllcontainer für Sie in Betracht kommt, entscheiden Sie sich für ein Modell mit Abdeckdeckeln, die mit einem Vorhängeschloss versehen werden können. Es soll bereits Fälle gegeben haben, bei denen sich die Heinzelmännchen aus der Nachbarschaft dem kostenlosen Angebot derart gewidmet haben, dass sogleich ein neuer Container beauftragt werden konnte…

Sie selbst können am Meisten für Einsparungen tun

7. Eigenanteil – der beste Umzugsmanager ist man selbst

Selbst ! Wie erwähnt, zeigen Interviews mit umziehenden Privatleuten, dass die Herausforderung des Ortswechsels jede Haushaltskasse belastet. Manch einen stellt die Finanzierung des Umziehens vor erstzunehmende Herausforderungen (Haushaltszusammenführung, Scheidung, Nachwuchs, Jobwechsel). Nicht jeder Umzug zeichnet sich Monate zuvor ab.

Vor diesem Hintergrund gilt es teure Kapitalbeschaffungen zu vermeiden (Girokonto-Überziehung) Umzugskostenübernahmen auszuloten (Arbeitsamt, Jobcenter, Arbeitgeber). Ferner sollten doppelte Anschaffung in der ohnehin angespannten Liquiditätslage vermieden werden. Mit anderen Worten: Schonen Sie Ihren Geldbeutel!

Bereiten Sie persönlich alle wesentlichen Handlungen vor. Und zwar vor dem Umzugstag. Am Tag selbst lässt sich vieles nicht mehr mit Augenmaß regeln. Sie persönlich sind verantwortlich für die Unterscheidung in:

  • Neues Zuhause
  • Einlagerung
  • Entsorgung
  • Trödelmarkt, eBay, verschenken

Sie benötigen Stahlnägel? Hatten Sie nicht noch irgendwo welche? Ihnen fehlt ein Reinigungsmittel oder noch schlimmer ein Akkuschrauber bzw. oder eine Bohrmaschine? Vermeiden Sie doppelte Anschaffungen in einer Phase, die Ihre Finanzsituation ohnehin stark belastet.

Je besser Sie persönlich Ihre individuelle Umzugssituation im Griff haben, desto besser lässt sich kostenbewusst umziehen.

Keine Lagerkosten initiieren

8. Das Anmieten von kostspieligen Dauer-Lagerflächen vermeiden

sind nicht direkt an den entstehenden Ausgaben eines Umzugs beteiligt, erhöhen diese jedoch in der Folge Initial und meistens gepfeffert. Sind Sie auch ein Romantiker? Jemand der sich von lieb gewonnenen Einrichtungsgegenständen selten zu trennen vermag? Dann stehen Ihnen vermutlich luxuriöse Ausgabeposten ins Haus.

Kaum etwas treibt die Preise für einen Wohnungswechsel langfristig so sehr in Höhe, wie die Einlagerung von Schränken, antiken Möbelstücken, großformatigen Bildern, Studienmaterialien, Kinderspielzeug, Dekomaterial, Fahrräder, Büroausstattung und dergleichen. Einlagerungen amortisieren sich nicht!

Mögen die Preise für die Anmietung einer Garage noch überschaubar sein, so wird spätestens bei der Miete eines Möbellagers klar, dass sich mit einer konsequenten Umzugsorganisation derartige Folgekosten in der Regel vermeiden lassen.

Nichtsdestotrotz boomt der Markt derer, die als Spediteure Einlagerungsmöglichkeiten anbieten oder gar ihr Geschäftsmodell darauf aufbauen. Populäre Stichworte sind „Self Storage“, „Zeitlager“, „lager4you“ und so weiter. Häufig werden als Alternative zum guten alten Umzugskarton stabile Umzugsboxen mit Deckel angeboten. Diese Kunststoffboxen liegen im Trend. Fraglich ist der Nutzen.

Die Selfstorage-Anbieter sind vor allem in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München präsent, wo ohnehin ein Mangel an preisgünstiger Lagerfläche herrscht. Sind Sie Pilot, Astronaut, Weltumsegler oder studieren eine Weile Japanologie… geschenkt. Dann sollten Sie derartige Angebote zeitlich beschränkt in Erwägung ziehen. Für alle anderen gilt. Lagern Sie nichts ein, was Sie nicht regelmäßig benötigen, auch wenn das Angebot noch so verlockend ist.

9. Der Möbeltransport – günstige Angebote ausfindig machen

: Sie ziehen von Hamburg nach München? Gratulation. München ist eine sehr schöne Stadt mit einem hohen Freizeitwert. Alles können Sie soweit in Eigenregie transportieren, nur den Tresor mit den Goldbarren nicht?

Ziehen Sie in einem solchen Fall eine „Beiladung“ in Erwägung. Der Begriff erklärt sich leicht von selbst. Ein Möbelspediteur, der ohnehin mit einem Umzugsauftrag von Hamburg nach München unterwegs ist, lädt den Tresor in seinen Lkw und berechnet lediglich jene Aufwandskosten, die hierfür anfallen. Ähnliches ist bei einem Klaviertransport üblich.

Ihr neues Domizil ist ein Altbau? Auch in diesem Fall sind Glückwünsche angebracht. Nicht selten sind die Voraussetzungen für einen Möbeltransport durch den Hauseingang/Flur limitiert. Prüfen Sie, ob bei einer derartigen Voraussetzung der Transport mit einem Umzugslift nicht die wesentlich preiswerte Alternative ist. Beim Möbellift wird das zu transportierende Umzugsgut über einen mobilen Schrägaufzug von außen an die Fassade herangeführt und über ein Fenster eingebracht. Die Möbelaufzüge sind flott, sicher und können durchaus mit bis zu 400 Kilogramm bis auf eine Höhe von 30 Meter befördern.

Ihre antiken Möbel und Ihre neuen Nachbarn werden Ihnen den Einsatz eines Lastenaufzugs danken.

10. Billig umziehen – um jeden Preis?

? Manche Sachen lassen sich relativ problemlos vergleichen. Deshalb boomt die Schnäppchenmentalität bei Urlaubsreisen derart. Strom ist Strom. Keine Qualitätsunterschiede, abgesehen von der Gewinnung. Ob der Strom aber nun gelb oder grün ist oder rot… der Preisvorteil entscheidet für viele beim Einzug in neue Wohnverhältnisse.

Beim Umziehen verhält sich das ein wenig anders und deshalb wehren sich traditionelle Möbeltransportfirmen vehement gegen den Preiskampf, der seit einigen Jahren auf dem freien Markt tobt. Umworben werden insbesondere Privatleute, die umziehen. Manche Werbeangebote schaffen es sogar ins Abendprogramm des Fernsehens.

Günstig umzuziehen, so scheint es, ist das neue Megaeinspar-Lieblingsrecherchefeld der Deutschen. Atemberaubende Einsparpotentiale suggerieren, dass man leicht das Doppelte für den gleichen Leistungsumfang zahlen kann, ist man nicht gewitzt und passt im Angebotsvergleich von Firmen auf. Tatsächlich sind immer wieder Angebotsunterschiede festzustellen. Doch außer Acht gelassen werden meistens:

  • die Qualität des Umzugsunternehmens sowie seine Referenzen
  • der Zeitpunkt des Wohnungswechsels (Auslastung, Saison, Wochenenden)
  • die Servicequalität generell (Wohnungsbesichtigung, Beratungsleistungen)
  • die Seriosität (Schadensregulierung, Sauberkeit, Verständigung mit Möbelpackern)
  • die Transportqualität (Lkw-Flotte, Umzugsmaterialien, Mitarbeiter-Qualifikation)

Unser Tipp: Sie als der wichtigste Umzugsorganisator haben vieles selbst in der Hand. Entscheiden Sie sich dafür preiswert umzuziehen, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten dazu. Sich dabei allerdings ausschließlich auf die Aspekte es Möbeltransports zu beziehen, kann ein Fehler sein, denn Umzüge bieten nicht nur kurzfristige sondern auch eine Vielzahl an mittelfristigen und langfristigen Einsparpotentialen.

Und beim Einholen von Umzugstransportangeboten gilt: Lassen Sie nicht Ihren Geldbeutel alleine entscheiden. Prüfen Sie immer das Gesamtpaket der angebotenen Umzugsdienstleistung!