Die besten Tipps für eine gute Umzugsorganisation – gut, schnell und preisgünstig

Eine perfekte Umzugsorganisation gibt es vermutlich nicht. Doch kann man in der Vorbereitung eine Menge richtig oder falsch machen. Diese Umzugstipps helfen bei der Planung und beim Ablauf.

A. Den Umzug richtig gut organisieren – die Vorüberlegungen (Wochen/Monate vor dem Umzugstag)

Eine möglichst perfekte Umzugsplanung hat viel mit der Vorbereitung zu tun. Dabei ist vieles natürlich sehr individuell: Seniorenumzüge gestalten sich anders, als der Büroumzug einer Firma. Nichtsdestotrotz haben sich in der Praxis viele Dinge bewährt, die wir in einer übersichtlichen Liste zusammengestellt haben.

Einige Tipps sind unter Umständen unpassend, weil die Umzugssituation eine andere ist. Generell können die Hinweise jedoch Privatleuten helfen, die in eine andere Stadt ziehen und den Wohnungswechsel möglichst clever und richtig organisieren möchten. Sie wissen, dass Sie umziehen werden, doch Details wie der Umzugstag stehen noch nicht fest, bzw. Sie haben noch gar keinen neuen Mietvertrag unterschrieben? Es ist trotzdem richtig ein paar grundsätzliche Überlegungen anzustellen.

  1. Überprüfen Sie Ihren Hausstand kritisch. Was soll in Ihr neues Zuhause mit umziehen? Was ist überfällig für eine Entsorgung, eine Erneuerung, einen Verkauf oder eine Einlagerung. Reduzieren Sie das Transportvolumen konsequent – damit reduzieren Sie die Umzugskosten eminent!
  2. Misten Sie Kleidung aus, die sie jahrelang nicht getragen haben. Durchsuchen Sie Schränke und Schubladen in Ihrer Freizeit nach Verschollenem. Verschaffen Sie sich in Ihren neuen vier Wänden „Luftigkeit“ und Leichtheit. Befreien Sie sich von Krimskrams und doppelt vorhandenen Gegenständen (Notizen, Visitenkarten, Rabattmarken, alten Kugelschreibern, u. s. w.)
  3. Planen Sie eine Haushaltszusammenführung gilt es sich frühzeitig mit dem Partner über Möbelstücke zu verständigen, die das neue Heim schmücken sollen. Auch hier gilt: Seien Sie konsequent zu sich selbst und genießen Sie den häuslichen Neuanfang. Gehen Sie Kompromisse ein und zeigen Sie Ihre Großzügigkeit – auch geschmacklich, in dem Dinge, die sich in einer „Grauzone“ befinden, ggf. zum Kauf angeboten werden.
  4. Transportieren Sie keinen Müll, keine wertlosen Gegenstände, Kram oder Gerümpel. Schaffen Sie frühzeitig eine Ecke, in der Sie bereits in der frühen Umzugsorganisationsphase Müllsäcke lagern, Gegenstände für den Verkauf (eBay, Trödelmarkt, Kleinanzeigen) platzieren oder Dinge, die eingelagert werden sollen).
  5. Reinigen Sie Dinge, die Ihnen am Herzen liegen (Silberbesteck, geerbte Gegenstände, Antiquitäten, Kunstgegenstände) und packen Sie sie sorgsam ein. Ohne den Staub aus der bisherigen Wohnung versteht sich.
  6. Bereiten Sie Ihr Umfeld auf Ihren Wohnungswechsel vor. Weihen Sie den Chef ein und fragen nach, wie die grundsätzliche Regelung bei einem Tag Sonderurlaub für den Auszug wäre. Ein paar Wochen vorher hat das mehr Erfolgsaussichten als wenige Tage zuvor.
  7. Erkundigen Sie sich nach positiven Umzugserfahrungen und Empfehlungen im Kollegenkreis, bei Bekannten oder innerhalb der Familie. Diese Tipps sind manchmal Gold wert. Laut Umzugsstudie liegen derartige Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld in Etwa gleichauf mit den eigenen Recherchen im Internet.
  8. Entscheiden Sie möglichst frühzeitig, ob die Unterstützung einer Umzugsfirma in Frage kommt oder Sie den Möbeltransport in Eigenregie organisieren werden. Ausschlaggebend für den Do-it-Yourself-Transport sind zumeist Budget-Gründe. Halten Sie Ausschau nach preisgünstigen Alternativen (private Umzugshelfer, Studenten, Hilfsdienste via Internet-Foren).
  9. Nutzen Sie kostenlose Umzugschecklisten und Praxistipps für die Umzugsorganisation. Indem Sie sich informieren vermeiden Sie typische Fehler und Kostenfallen.
  10. Sind größere Montagen, Reparaturarbeiten oder Renovierungstätigkeiten abzusehen, vergleichen Sie am Besten frühzeitig einschlägige Angebote. Sofern Sie zum Streichen der Wände verpflichtet sind empfiehlt es sich (gerade bei größeren Wohnobjekten) Angebote einzuholen und zu vergleichen.
  11. Einsparpotentiale finanzieller Natur sind durch den Wechsel von Vertragspartnern möglich. Bei Wohnungswechseln beliebt sind vor allem Stromanbieterwechsel sowie Tarifwechsel zu vorteilhafteren Komplettangeboten, z. B. der Telekom.

B. Der Umzugstag rückt näher – die richtige Organisation schützt vor Panikattacken (Tage vor dem Auszugstag)

In bestimmten Bereichen lassen sich bei der Umzugsvorbereitung Versäumnisse kaum mehr aufholen. Das gilt zum Beispiel für die Ummeldung eines bestehenden Telekom-Festnetzanschlusses. Wird der Umzugsauftrag nicht rund 4 Wochen vor dem Einzugstag vorgenommen, kann das einige Tage ohne Internet, Telefon, Radio und TV zur Folge haben.

Nicht jedes Umzugsangebot ist derart flott, wie es die Beantragung des Post Nachsendeauftrags ist. Gerade einmal 5 Tage Vorlaufzeit, gibt die Deutsche Post als benötigte Vorlaufzeit bis zur Aktivierung an.

  • „Auf Zack“ sind auch die Lieferanten von Umzugskartons und Verpackungsmaterial im Allgemeinen. Alle Dinge, wie die Bestellung von Kartons und Luftpolsterfolien oder dergleichen, werden innerhalb weniger Tage per Speditionen bis an die Haustür geliefert. Eine echte Alternative zum vergleichsweise mühsamen Eigentransport von Umzugskartons aus dem nächsten Baumarkt. Gerade bei Objekten mit einer Wohnfläche ab 120 Quadratmeter ist die Anlieferung von Verpackungsmaterial zu empfehlen.
  • Kalkulieren Sie nicht zu wenig Umzugskartons – berechnen Sie besser die richtige Menge. Und organisieren Sie das Vorhandensein von Umzugskisten frühzeitig. In diesem Fall kann immer mal wieder – je nach Lust und Laune – bestückt werden. Profikartons können mit bis zu 40 Kilo beladen werden. Packen Sie die Kisten nicht bis ans Limit. Das gilt insbesondere für Kartons in denen sich Bücher befinden. Ihre Transporthelfer werden es Ihnen danken.
  • Reservieren Sie Transporter möglichst frühzeitig – insbesondere in der Einwegmiete sind populäre Umzugswagen wie der Mercedes Sprinter rar. Das gleiche gilt für Anmietstationen außerhalb von Ballungsgebieten wie Köln, Frankfurt oder München. In Berlin und Hamburg sollte die Reservierung deshalb möglichst 3 Wochen vor dem Auszugstag vorgenommen werden. Eine etwaige Stornierung ist in vielen Fällen kostenfrei.
  • „Am intensivsten lernt es sich am Prüfungsvortag!“ – Dieses Prinzip ist beim Umziehen nicht unbedingt anzuwenden. Einmal umgezogen, prasseln nämlich stets eine Menge an organisatorischen Dingen auf den Umgezogenen ein, die vorher nicht bedacht wurden. Statistisch sind z. B. 6 Besuche in einem Baumarkt in den folgenden 3 Monaten nach dem Einzugsmarkt belegt.
  • Sorgen Sie für einen ausreichenden finanziellen Spielraum auf Ihrem Girokonto. Umzüge sind eine kostspielige Angelegenheit. Im Vorfeld des Umzugstags sollte man deshalb eine grobe Berechnung der anstehenden Ausgaben vornehmen. Das schließt etwaigen Doppelbelastungen ein (Miete, Provider, Mietkaution, Renovierungsarbeiten).
  • Planen Sie den Umzugstag sorgfältig und bereiten Sie den zeitlichen Ablauf möglichst gewissenhaft vor. Kalkulieren Sie unvorhersehbares ein (Ausfall von Helfern, Stau, kein Parkplatz vor dem Haus, Wetterumschwung).
  • Begutachten Sie die neue Wohnung vor dem Einzug genauestens. Vermeidet werden sollten alle Renovierungsarbeiten nach dem Einzug. Das Gleiche gilt für Arbeiten im Sanitärbereich oder für Schreinerarbeiten (ebenso Heizung, Elektroanschlüsse).
  • „Smart Home“ ist in aller Munde. Dank dieses Trends lassen sich diverse Funktionen (Licht, Heizung, Kameras) per Smartphone steuern. Eine Umrüstung ist teilweise sehr preiswert und kostet als Starterkit im LED-Bereich weniger als 150 Euro. Ziehen Sie in Erwägung, ob eine derartige Haussteuerung für Sie reizvoll wäre. Die Investitionen amortisieren sich innerhalb kürzester Zeit.

Umzugsunternehmen Preise - Kosten einholen und Angebote anfragen

Laut Umzugsmarktstudie lassen sich bis zu 43 Prozent der Gesamtkosten dadurch einsparen, indem mit der Umzugsorganisation frühzeitig begonnen wird und Angebotspreise verglichen werden

C. Der Wohnungswechsel ist vollzogen – was es nun zu organisieren gilt (Zeit nach dem Einzugstag)

Mit dem Einzug in Ihr neues Zuhause ist der Wohnungswechsel nicht abgeschlossen. Ein paar wichtige Dinge gilt es nach wie vor zu managen. Dies betrifft vor allem Maßnahmen, die sich rund um die Themen „Ummelden und Adressänderung mitteilen“ beziehen.

  1. Briefpost umleiten – Privatkunden und Geschäftsleute sollte nicht auf den preiswerten Umzugsservice der Deutschen Post verzichten und den Nachsendeauftrag nutzen. Doch aufgepasst! Hier drohen Angebote mit überhöhten Kosten. Mehr Details zu diesem Thema hier.
  2. Kennen Sie bereits die Fun-Card der Post? Laden Sie ein Foto hoch, schreiben Sie Ihre Umzugsmitteilung in ein Online-Formular nebst Empfängeradresse, Porto online bezahlen und ab geht die Umzugspostkarte an Ihre Freunde und Bekannte! Probieren Sie es aus…
  3. Den neuen Wohnsitz ummelden bzw. den veränderten Wohnort beim Einwohnermeldeamt anmelden. Hierzu beachten sollten Sie eine Frist von 2 Wochen nach dem Einzugstag – ansonsten drohen Geldbußen.
  4. Auto ummelden – lästig, jedoch unvermeidlich. Die Ummeldung eines Firmenwagens ist dabei noch komplizierter… im Fall einer GmbH muss diese nämlich zuvor per Handelsregistereintrag selbst auf die neue Adresse umgemeldet worden sein.
  5. Kümmern Sie sich frühzeitig um die Schlussrechnung in der bisherigen Wohnung und nehmen Sie mit dem Vermieter Kontakt auf. Falls Ihnen die Betriebskostenabrechnung vorliegt prüfen Sie diese gewissenhaft. Hier schleichen sich „gerne“ Berechnungsfehler ein. Erkundigen Sie sich, wann mit der Rückzahlung der geleisteten Mietkaution zu rechnen ist.
  6. Ist der Umzug beruflich veranlasst, können Sie weite Teile der Umzugskosten steuerlich geltend machen. Entscheiden Sie, ob Sie die tatsächlich entstandenen Kosten nachweisen können oder von den vom Gesetzgeber angebotenen Umzugskostenpauschalen Gebrauch machen werden.
  7. Heben Sie die im Wohnungsübergabeprotokoll gemachten Details sorgsam auf. Diese haben eine hohe Beweiskraft, was im Übrigen auch für Fotos gilt, die am Übergabetag angefertigt wurden. Auch hier gilt: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“ – das gilt im Zweifelsfall auch vor Gericht.
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