GEZ ummelden – Tipps für die Adressänderung bei Umzug

Um die GEZ ranken sich die kuriosesten Geschichten und Gerüchte. Von mafiösen Methoden ist da die Rede und von an Haustiere gerichtete Forderungsschreiben. Leider steckt in vielen Erzählungen ein Fünkchen Wahrheit und dass die GEZ an Ihrem Image arbeiten muss, ist kaum zu bestreiten.

Tatsache ist aber auch, dass Sie, wenn Sie Rundfunkgebühren zahlen, bei einem Umzug auch die GEZ über Ihre Adressänderung – automatisch über das Einwohmermeldeamt bei der Ummeldung – informieren müssen. Die Besmessungsgrundlagen der GEZ gilt es in jedem Fall auf Richtigkeit zu überprüfen – auch auf diese Weise lassen sich unnötige Umzugskosten einsparen. Was die GEZ ist, wer und wie Sie sich ummelden, erklären wir Ihnen im Folgenden.

GEZ ummelden Online Formular nutzen

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„GEZ ummelden“ – aus der GEZ wurde der Rundfunkbeitrag

Seit Januar 2013 gilt für Bürgerinnen und Bürger der Rundfunkbeitrag. Für das neue Finanzierungsmodell des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gibt es nun eine einfache Regel: Sie zahlen nur noch Pro Wohnung – egal wie viele Menschen dort leben und welche Rundfunkgeräte sie haben.

Zeitgemäßes Modell: Beim neuen Beitrag wird nicht mehr zwischen Radio, Fernseher und Computer unterschieden. Alle Verbreitungswege sind so abgedeckt

Stabiler Beitrag: 17,50 Euro monatlich. Der Rundfunkbeitrag bleibt so stabil.

Für Bürger ab 18 Jahren gilt: eine Wohnung – ein Beitrag.
Wohnen mehrere Personen zusammen, zahlt nur eine Person den Beitrag von 17,50 Euro im Monat.

Was ist der Rundfunkbeitrag?

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio erhebt den Rundfunkbeitrag und verwaltet die Beitragskonten von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls.

GEZ Wohnung anmelden Formulare

Die ehemalige GEZ ist eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Landesrundfunkanstalten und des ZDF. Mittels dieser Gebühren sollen die Öffentlich-Rechtlichen ein fast werbefreies, von wirtschaftlichen und staatlichen Interessen unabhängiges Programm bieten können und so die „Grundversorgung“ mit Informationen sicherstellen. Der Hauptsitz ist in Köln.

GEZ Umzug: FAQ

Online per Formualr neue Wohnung anmelden

1. Ummelden - so war es noch bei der GEZ

Wer einen Fernseher oder ein Radio besitzt und zum Empfang bereithält, gehört zu den so genannten gebührenpflichtigen Rundfunkteilnehmern. „Zum Empfang bereithalten“ bedeutet, dass die Geräte technisch funktionsfähig sind – dann können sie theoretisch öffentlich-rechtliche Fernseh- und Radiosender empfangen. Daher muss jeder, der solche Geräte besitzt, sich anmelden und zahlen, unabhängig davon, ob er die Programme tatsächlich anschaut oder nicht. Auch Autoradios müssen angemeldet werden.

Seit einigen Jahren besteht zudem eine Gebührenpflicht für so genannte neuartige Rundfunkgeräte. Dazu gehören etwa Computer mit Internetanschluss oder UMTS-fähige Handys. Denn auch über das Internet ist der Empfang von öffentlich-rechtlichen Programmen möglich. Privatleute müssen allerdings nur Gebühren für neuartige Rundfunkgeräte entrichten, wenn für den Haushalt noch kein Radio und kein Fernseher angemeldet sind. Anders sieht es bei Rechnern mit TV-Karte aus: Da hier uneingeschränkter Fernseh-Empfang möglich ist, gelten diese als TV und kosten die vollen Gebühren.

2. So läuft es mit dem Rundfunkbeitrag bei der Ummeldung

Sie zahlen nicht mehr für die Rundfunkgeräte, sondern Pro Wohnung. Das heißt: Eine Person entrichtet den Rundfunkbeitrag für die gemeinsame Wohnung. Egal wie viele Personen dort leben und wie viele Rundfunkgeräte genutzt werden.

Für die meisten Bürgerinnen und Bürger hat sich am 1. Januar 2013 finanziell nichts geändert: 90 Prozent zahlen seitdem genauso viel wie vorher oder sogar weniger.

Die neue Regelung kommt daher besonders Familien und Wohngemeinschaften entgegen, die oftmals mehrfach GEZ Gebühren bezahlt haben. Der neue Rundfunkbeitrag deckt ebenfalls die privaten Autos mit ab.

3. Wer sollte sich ummelden?

Prinzipiell sollte sich jeder, der Rundfunkgebühren zahlt, auch bei der GEZ ummelden. Darum kann man sich schon frühzeitig kümmern, sobald man die neue Adresse und das Einzugsdatum weiß.

Hinweis:

Einige Personenkreise sind von der Zahlung von Rundfunkgebühren befreit, dazu gehören etwa Arbeitslose, Empfänger von ALG II, Schwerbehinderte, Schüler und unter bestimmten Bedingungen auch Studenten, Auszubildende und Rentner. Aber auch dieser Personenkreis sollten den Wohnungswechsel mitteilen.

Es gibt auch die Möglichkeit, aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht oder eine Ermäßigung zu beantragen. Das Antragsformular können Sie online ausfüllen danach ausdrucken. Das Formular finden Sie auch bei den Meldeämtern. Den Antrag bitte vollständig ausfüllen und den erforderlichen Nachweis mit dem angegebenen Antragsgrund mitschicken.

4. Wie man Daten ändert und das Online-Formular nutzt

Um die Änderung des Wohnortes und / oder der Kontoverbindung mitzuteilen, kann man verschiedene Wege nutzen: Eine  Möglichkeit ist, das Änderungsformular über die Website rundfunkbeitrag.de abzurufen, auszudrucken und auszufüllen und dann per Fax zu schicken.

Am schnellsten und kostenlos funktioniert allerdings die Ummeldung online. Unter rundfunkbeitrag.de ruft man dafür den Menü-Punkt Anmelden und Ändern auf. Dort kann man unter Bürgerinnen und Bürger wählen, welche Daten man ändern möchte. Nach einem Klick auf „Ändern“ erscheint das Formular und man kann nun direkt seine persönlichen Daten eingeben sowie die alte und die neue Adresse, zudem natürlich das Datum, ab dem die neue Adresse gilt.

Mit dem gleichen Formular kann man ebenso die Zahlungsweise ändern und entscheiden, ob man die Gebühren per Lastschrift oder per Überweisung zahlen möchte. Nachdem das Formular ausgefüllt ist, muss man seine Daten noch einmal prüfen und bestätigen und kann die Änderungsanzeige dann abschicken. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Formular für die eigenen Unterlagen auszudrucken.

Für welchen der drei Wege man sich auch entscheidet – man muss auf jeden Fall seine Teilnehmernummer bereithalten. Diese findet sich auf der GEZ-Meldebestätigung, die man nach der Erstanmeldung bekommen hat.

5. Wer den Rundfunkbeitrag zahlen muss - kann man sich abmelden?

Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen sowie Einrichtungen des Gemeinwohls zahlen den Rundfunkbeitrag und finanzieren damit gemeinsam den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Adressänderung kann online vorgenommen werden. Hierzu stehen sowohl ein Online-Formular als auch ein PDF-Formular zur Verfügung.

Warum ist eine Anmeldung zum Rundfunkbeitrag erforderlich, obwohl keine Empfangsgeräte vorhanden sind? Kann man sich abmelden? Ist es unerheblich, wie viele Personen in der neuen Wohnung leben?

Dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk liegt die Idee eines solidarischen Finanzierungsmodells zugrunde. Deshalb ist seit dem 1. Januar 2013 mit der Umstellung der Rundfunkfinanzierung nicht mehr relevant, ob jemand einzelne Rundfunkgeräte besitzt oder nutzt. Der Rundfunkbeitrag wird für die Möglichkeit gezahlt, sich über das öffentlichrechtliche Rundfunkangebot informieren, bilden und unterhalten lassen zu können.

Für jede Wohnung besteht Anmeldepflicht. Daher ist generell pro Wohnung ein monatlicher Beitrag von 17,50 Euro zu zahlen. Es reicht jedoch vollkommen aus, wenn einer der Bewohner den Rundfunkbeitrag entrichtet. Auch Unternehmen und Institutionen wie Behörden oder Verbände beteiligen sich an der Finanzierung und zahlen den Rundfunkbeitrag. Wer nach einem Wohnsitzwechsel in einer Wohnung lebt, für die bereits Rundfunkgebühren gezahlt werden sollte die „Abmeldung einer Wohnung“ vornehmen.

6. Wie hoch sind die Rundfunkgebühren 2018?

Pro Wohnung ist ein Rundfunkbeitrag von monatlich 17,50 Euro zu zahlen. Sie haben eine neue Adresse, Ihre Bankverbindung, Ihre Zahlungsweise oder Ihr Name ändert sich? Die Änderungen können online mitgeteilt werden. Wahlweise kann die Änderung online in einem Formular ausgefüllt oder per PDF übermittelt werden.

Kann der Rundfunkbeitrag monatlich bezahlt werden?

Eine monatliche Zahlung des Rundfunkbeitrags ist nicht möglich. Der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag sieht generell einen vierteljährlichen Zahlungsrhythmus vor. Die Fälligkeit liegt hierbei in der Mitte eines Dreimonatszeitraums. Alternativ kann aber eine vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Vorauszahlung gewählt werden.

7. Datenschutzdetails

Wie steht es um den Datenschutz bei der Erhebung des Rundfunkbeitrags?

Maßgeblich für die Erhebung sind die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Der Beitragsservice und die Landesrundfunkanstalten erheben die personenbezogenen Daten auf Grundlage der § 8 und 9 Abs. 1 Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (RBStV). Sie dienen ausschließlich dem Zweck der Beitragserhebung und werden nicht an Dritte weitergegeben.

8. Wie sicht Beitragsservice und GEZ Gebühren unterscheiden

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und zuständig für Fragen rund um den Rundfunkbeitrag.

Der Beitragsservice erhebt den Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio und verwaltet die rund 42 Millionen Beitragskonten von Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls. Er bearbeitet Anträge auf Befreiung und Ermäßigung und steht für Fragen zum Rundfunkbeitrag zur Verfügung. Der Beitragsservice informiert telefonisch, per Post oder per E-Mail.

Neben dem Beitragsservice in Köln Bocklemünd hat jede Landesrundfunkanstalt eine Servicestelle, wie etwa den Beitragsservice NDR oder den Beitragsservice RBB. Die Aufgaben des Beitragsservice sind gesetzlich vorgegeben und im Rundfunkbeitragsstaatsvertrag definiert. Die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) war die Vorgängerverwaltung des Beitragservices und zog bis Dezember 2012 Rundfunkgebühren ein. Heute ersetzt der Rundfunkbeitrag die Rundfunkgebühr, die von der GEZ seit 1976 eingezogen wurde.

9. Kann man eine Zweitwohnung online anmelden?

Für beide Vorgänge stehen Online-Formulare zur Verfügung. Eine Zweitwohnung kann ebenso per PDF als auch durch Ausfüllen im Web angemeldet werden. Auch für die Abmeldung der Rundfunkgebühren ist gesorgt. Dieses Formular zur GEZ-Abmeldung sollte z. B. genutzt werden wenn jemand umgezogen ist und unter einer neuen Anschrift gemeldet ist, für die bereits ein Rundfunkbeitrag gezahlt wird. Eine Adressänderung macht die Nutzung des Formulars „Änderung zum Beitragskonto“ erforderlich.

GEZ Ummeldung – neue Adresse online mitteilen

Die Deutschen haben bekanntlich in den Augen vieler Menschen im Ausland vor allem eine besondere Vorliebe: So gilt Deutschland als Land, in dem Behörden und Bürokratie eine ausgesprochen wichtige Rolle spielen. Mancher ist sogar der Auffassung, Deutschland bräche gänzlich in sich zusammen, sollten die Behörden im Lande irgendwann einmal abgeschafft werden. Natürlich handelt es sich bei diesen Ansichten nur um ironische Einschätzung der Lage in Deutschland.

Denn in Wirklichkeit beneidet mancher Deutschland um die klaren bürokratischen Strukturen, während keineswegs jeder Deutsche wirklich begeistert ist über die heimische Behördenlandschaft. Zu den Institutionen im Lande, die bei den deutschen Bürgern immer wieder zu heftigen Debatten führt, gehört die GEZ – die Gebühreneinzugszentrale, respektive Beitragsservice. Sie sorgt dafür, dass die nur zu einem geringen Teil werbefinanzierten öffentlich-rechtlichen TV- und Radiosender ihren Anteil am Kuchen der Rundfunkgebühren erhält.

10. Homeoffice kurios!

Kurios:

Wer von einem Homeoffice aus arbeitet, zahlt einmal privat Rundfunkgebühren und noch einmal, wenn auf die gleiche Adresse eine Firma angemeldet ist. Wenn auf der gleichen Adresse zwei Firmen angemeldet sind und eine Privatadresse, dann zahlt der Bewohner 3 x an den Beitragsservice.

11. Aktuallisierung von Adresse und Bankverbindung

Umgezogene, die sich mit dem Formular befassen, erkennen schnell, dass sie auf diesem Wege nicht nur die eigentlichen Wohndaten bei der GEZ ummelden können. Nicht nur bezüglich eines möglichen Umzugs kann sich Korrektur-Bedarf ergeben. Dass sich Bürger bei der GEZ ummelden müssen, kann ebenso gut daran liegen, dass sich die eigene Bankverbindung geändert hat. Hierbei sollten Verbraucher besonders sorgfältig die Ummeldung planen. Wird die Änderung der Kontodaten zu früh oder zu spät vorgenommen, kann es zu Problemen bei der Abbuchung der Gebühren kommen.

Dies wiederum kann weitere Kosten verursachen, wenn es beispielsweise zu Rücklastschriften aufgrund mangelnder Deckung des Kontos kommt, weil das GEZ Ummelden nicht pünktlich zum Wechsel der Hausbank erfolgt ist. Angeben müssen Verbraucher auf der Webseite der GEZ mit dem Direktzugriff, auf welche Art GEZ-Nutzung sich die Ummeldung bezieht. So müssen Gebühren wie bereits angeführt nicht nur für den Privathaushalt entrichtet werden. Darüber hinaus können Privatleute online auch im Hinblick auf den Arbeitsplatz, die Zweitwohnung oder das Kfz die Daten bei der GEZ ummelden.

Korrigieren können Umziehende auch die Art der Gebühren-Bezahlung sowie der Termine, zu denen die Gebühren zu bezahlen sind. Wer sich bei der GEZ anmelden will, kann hier zwischen der Vorauszahlung pro Quartal, Halbjahr oder für ein ganzes Jahr entscheiden. Alternativ kann die so genannte gesetzliche Zahlung beauftragt werden. In diesem Fall werden die Gebühren jeweils in der Mitte eines Quartals fällig. Verbraucher, die der Gebühreneinzugszentrale keinen Auftrag für die Abbuchung via Lastschriftverfahren erteilen oder diesen über das GEZ ummelden widerrufen möchten, können im virtuellen Formular die Überweisung ankreuzen.

12. Wie erfährt der Beitragsservice von meinem Einzug?

Wenn ich mich nach dem Einzug nicht beim Beitragsservice anmelde – wie erfährt dieser trotzdem vom Wohnungswechsel?

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio gleicht auf gesetzlicher Grundlage umstellungsbedingt und einmalig seine Bestandsdaten mit den Daten der Einwohnermeldeämter zu allen volljährigen Bürgerinnen und Bürgern ab. Der einmalige Meldedatenabgleich stellt sicher, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beteiligen. Ziel ist es, zu klären, für welche Wohnungen bislang kein Rundfunkbeitrag entrichtet wird und auf diese Weise Beitragsgerechtigkeit zu schaffen.

Geburtsdatum von den Einwohnermeldeämtern übermittelt. Angaben werden an den Beitragsservice gesendet, die grundsätzlich auch wie bislang im regelmäßigen Abgleich übermittelt werden. Dieser findet weiterhin anlassbezogen bzw. monatlich nach Einzug volljähriger Personen (bzw. bei Sterbefällen) statt.

Kann man der Übermittlung der Adressdaten widersprechen?

Der umstellungsbedingte, einmalige Meldedatenabgleich wird auf gesetzlicher Grundlage durchgeführt. Das bedeutet, dass die Meldebehörden verpflichtet sind, die im 15. Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (§ 14 Abs. 9 RBStV) definierten Daten aller volljährigen Bürgerinnen und Bürger zu übermitteln. Ein Widerspruch ist daher nicht möglich. Eine Erlaubnis jedes Einzelnen ist nicht notwendig.

Zudem werden im Rahmen des einmaligen Meldedatenabgleichs die grundsätzlich gleichen Daten wie auch bisher bei der regelmäßigen Übermittlung der Meldeämter an den Beitragsservice übergeben. Der Gesetzgeber hat den umstellungsbedingten, einmaligen Meldedatenabgleich vorgesehen, um Beitragsgerechtigkeit zu schaffen.

13. Wie erhalte ich Auskunft über die Daten, die dem Beitragservice vorliegen?

Wo kann man Auskunft über die Daten erhalten, die dem Beitragsservice vorliegen?

Alle Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, über ihre beim Beitragsservice gespeicherten Daten Auskunft zu verlangen. Die Anfrage muss schriftlich bei der Datenschutzbeauftragten des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio oder bei den Datenschutzbeauftragten der Rundfunkanstalten, des ZDF oder des Deutschlandradios eingereicht werden.

Es versteht sich von selbst, dass die von den Einwohnermeldeämtern übermittelten Daten dem Beitragsservice zur Berechnungsgrundlage dienen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, alle Adressangaben bei der Wohnsitzanmeldung möglichst korrekt vorzunehmen.

Wenn Anmeldung und Ummeldung der Adressdaten bei dem Beitragsservice direkt möglich sind – werden auch Abmeldungen angeboten?

Die Möglichkeit einer Abmeldung besteht und kommt in den Fällen zum Tragen, in den beispielsweise eine Ferienwohnung, die rein privat genutzt wurde, veräußert wird. Der mit großem Abstand häufigste Abmeldungsgrund ist allerdings der Zusammenzug von Paaren, bzw. der Einzug einer Person in eine Wohnung, für die bereits Rundfunkbeitrag gezahlt wird.

Dies ist ein großer Unterschied zur GEZ, da zur Zeit der Rundfunkgebühren diese personenbezogen und nicht objektbezogen erhoben wurden.

Wer ermittelt die Höhe des Rundfunkbeitrags und wer legt den Beitrag fest?

Die Höhe des Beitrags wird von der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) vorgeschlagen und von den Parlamenten der Bundesländer gesetzlich festgelegt.

Staatvertrag Umzug

Eine Befreiung ist möglich – Hinweise zur Gebührenpflicht

Doch unter gewissen Umständen besteht die Möglichkeit einer Befreiung. Im wie Falle der Abmeldung von der Gebührenpflicht gestaltet sich diese Befreiung den Erfahrungsberichten vieler Verbraucher im Internet zufolge nicht gerade einfach. Angeblich macht es der Beitragsservice den Bürgern bewusst schwer, eine Befreiung durchzusetzen. Ob diese Mutmaßungen berechtigt sind, soll an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden.

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Wichtig ist vielmehr der Hinweis: Die Befreiung ist möglich. Welche Anforderungen existieren und welche Unterlagen vorlegt werden müssen oder sollten, um eine rasche Umsetzung und die wunschgemäße Senkung der monatlichen Fixkosten zu erreichen.

Die Gebührenpflicht

Um sich mit der Befreiung eingehend befassen zu können, muss man sich erst vor Augen führen, welche Gebühren überhaupt zu entrichten sind. Es gilt seit dem 1. Januar 2013 das Prinzip: Eine Wohnung, ein Beitrag. Der Rundfunkbeitrag bringt also klare Regeln.

Die Anzahl der Rundfunkgeräte und Personen in einer Wohnung spielt keine Rolle mehr, so wie vorher bei der GEZ mit der geräteabhängigen Abgabe.

Wer befreit werden kann von der GEZ

Studenten und Azubis können Befreiung durchsetzen

Bei der Befreiung von der Gebührenpflicht müssen Bürger bestimmte Voraussetzungen erfüllen, derer es eine ganze Reihe gibt. Die wesentliche Erkenntnis bezüglich der Befreiung besteht darin, dass es hierbei vielfach nur um einen vorübergehenden Zustand handelt. Ausgelöst wird dieser Zustand durch bestimmte Rahmenbedingungen, die beruflicher oder rein finanzieller Natur sein können.

Junge Bürger in der Ausbildungsphase – also im Studium oder einer der verschiedenen Arten der Berufsausbildung – können eine Befreiung von der Gebühr erreichen. Bedingung für die Befreiung ist zunächst, dass die Verbraucher wahlweise Förderungen nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder die so genannte Berufsausbildungsbeihilfe erhalten und nicht mehr im elterlichen Haushalt wohnen.

Auch behinderte Bürger, die Ausbildungsgeld beziehen, können in den Genuss einer Befreiung kommen.

Freistellung für Arbeitslosengeld-, Hartz IV- und Sozialhilfe-Empfänger

Die wohl größte Gruppe, für die eine Befreiung eine unerlässliche wirtschaftliche Entlastung darstellt, sind die Empfänger von staatlichen Leistungen wie Hartz IV oder Arbeitslosengeld I und Sozialgeld. Auch Sozialhilfe-Empfänger und -Empfängerinnen und Bürger, die andere Leistungen zum Lebensunterhalt wie etwa die Grundsicherung für ältere Menschen beziehen, können die Befreiung beantragen.

Viele andere Empfänger von Sozialleistungen können sich ihrerseits von den Rundfunkgebühren befreien lassen. Dazu gehören etwa blinde, sehbehinderte und Menschen mit anderen Behinderungen. Eine Rolle spielt hierbei mitunter der Grad der bestehenden Behinderung.

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Nur bestimmte Nachweise müssen für die Befreiung eingereicht werden

Bezüglich der Nachweispflicht kursieren gerade im Internet etliche widersprüchliche, mitunter aber vor allem falsche Aussagen. So müssen Antragsteller für ihre Befreiung zum Beispiel trotz aller Hinweise im Web nicht ihre Kontoauszüge oder Einkommensnachweise einreichen, um eine Chance auf die Freistellung zu erreichen. Auch der Mietvertrag muss generell nicht vorgelegt werden. Empfänger von Wohngeld, Pflegegeld, Rentenleistungen oder Arbeitslosengeld müssen ebenfalls grundsätzlich keine Bescheide vorlegen.

Natürlich wird die Befreiung nicht ohne Prüfungsvorgänge bewilligt durch die Gebühreneinzugszentrale. So müssen viele Antragsteller durchaus Nachweise einreichen, wobei normalerweise Kopien der Originaldokumente ausreichend sind. Allerdings sollten diese in beglaubigter Form vorliegen. In Frage kommen für die Befreiung unter anderem der Bescheid vom BAföG-Amt oder der Bescheid für das Anrecht auf AB-Unterstützung, also Ansprüche auf Berufsausbildungsbeihilfe.

Wurden Leistungen in Form von Sozialhilfe bewilligt, kann auch dieser Bescheid eingereicht werden. Gleiches gilt für den Bewilligungsbescheid zur so genannten Grundsicherung im Alter. Auch hinsichtlich der Erbringung von Nachweisen ist die individuelle Situation entscheidend, weshalb sich Bürger genau informieren sollte. Oft ist es ratsam, den direkten Kontakt zur Gebühreneinzugszentrale zu suchen, um zuverlässige Aussagen zu erhalten, damit die Befreiung reibungslos vonstatten gehen kann.

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