Ummeldung Fristen bei Umzug – Wohnsitzänderung

Wohnort ummelden – welche Fristen in Deutschland gelten – und was es bei den Ummeldefristen hinsichtlich Einwohnermeldeamt zu beachten gilt

Ummelden – was beachten? Diese Ummeldeliste hilft

  1. Ummeldung beim Bürgeramt (Frist: innerhalb von zwei Wochen)
  2. GEZ (Frist: Bürgeramt informiert den Beitragservice – Check sinnvoll)
  3. Umzugsmitteilung Arbeitsamt (Frist: Jobcenter will zeitnah informiert werden)
  4. Ummeldung Kfz (Fristen nicht auf die leichte Schulter nehmen, ideal im ersten Monat nach Einzug)
  5. Finanzamt Ummeldung (Frist: zeitnah, besonders bei Zuzug in ein neues Bundesland)
  6. Strom, Kabelanschluss, Festnetz, TV, Internet, DSL (Frist: am besten einen Monat vor Auszug)
  7. Neue Adresse ummelden (Vertragspartner, Institutionen,
  8. Arbeitgeber informieren (Fristempfehlung – innerhalb des ersten Monats nach Einzug)
  9. Krankenkasse informieren (Frist: gleiche Empfehlung bei Arbeitgeber)
  10. Bankverbindung (Frist: gleiche Empfehlung bei Arbeitgeber)
  11. Freunde informieren (Frist: nach Belieben, in Facebook, Xing und Co. Adressdaten aktualisieren).

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Beim Gemeindeamt nach dem Einzug in die neue Wohnung ummelden – Verspätungen können Geld kosten

Besonders wichtig ist die Einhaltung von Fristen auch dann, wenn am neuen Wohnort ein Kfz zugelassen werden soll. Die Zulassungsbehörde wird grundsätzlich keine Zulassungen von Autos, Motorrädern oder anderen Kfz erlauben, sofern keine Anmeldung im Zuständigkeitsbereich erfolgt ist. Und nicht zuletzt müssen sich Bürger noch aus einem weiteren Grund bald nach dem Einzug ummelden. Fristen regeln in Deutschland das gesamte Leben der Menschen, daher ist nicht überraschend, dass auch beim Umziehen solche Vorgaben existieren, die nicht sonderlich großzügig bemessen sind.

Ummeldung nach dem Einzug – viele Behörden drücken ein Auge zu – aber verlassen Sie sich besser nicht darauf

Die Ordnungsgelder können im Einzelfall Bereiche von mehreren Hundert Euro erreichen, wenn es sich bei der Verzögerung um mehrere Wochen oder Monate handelt. Vergisst man aber beim Ummelden die Fristen, bedeutet dies nicht unbedingt, dass der Gang zur Behörde schon in verängstigter Vorahnung eines Bußgeldes erfolgt.

Denn seit Ende 2015 sind Privatleute in Deutschland gezwungen, bei der Wohnsitz-Ummeldung auch einen Nachweis des Vermieters mit dem genauen Einzugsdatum einzureichen. In der Praxis wird die bundesweite Regelung regional recht unterschiedlich gehandhabt. So sind/waren in Berlin die Bürgerämter teilweise derart überlastet, dass bereits ein Termin für die Einreichung des Anmeldeformular der Gemeinde oder Stadtmehrere Wochen in Anspruch nehmen kann/konnte. Das Thema der Wohnsitz-Ummeldung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. So hat der Gesetzgeber auch die verspätete Änderungsmeldung des Zweiwohnsitzes mit den gleichen Bußgeldregeln belegt.

Wie teuer ist mein Umzug?

Tipp:

An der Wohnungsgeberbestätigung führt kein Weg vorbei. Weicht das Einzugsdatum einige Wochen oder gar Monate vom bescheinigten Datum des Vermieters ab, sollte man sich gute Gründe überlegen, warum die Wohnsitz-Änderung derart verspätet erfolgt. Eine Garantie ist das freilich nicht, dass der Sachbearbeiter auf ein Bußgeld verzichtet, doch bei stichhaltigen Begründungen, ggf. sogar in Verbindung mit Nachweisen (z. B. Auslandsaufenthalt o. ä.) stehen die Chancen für ein mildes Vorgehen besser, als bei der persönlichen Einstellung: “Interessiert mich nicht!”

Ein Aufruf zum Flunkern soll dies aber dennoch nicht sein. Die eingangs genannten Gründe sollten ausreichen, um zu erkennen, dass es ausgesprochen ratsam ist, die genannten Fristen einzuhalten. Außerdem lassen die meisten Behörden heutzutage meist doch eher Gnade vor Recht ergeben, weil die verspätete Wohnsitz-Anmeldung ohnehin vor allem zu Lasten des Behördenbesuchers gehen wird.

Ummelden Termine Bürgeramt

Welche Fristen bei der Wohnsitzummeldung eingehalten werden müssen

Wissenswertes zur Ummeldung

  1. Die Ummeldung des Wohnsitzes ist in den meisten Gemeinden kostenfrei. Trotzdem empfiehlt es sich sicherheitshalber einen Betrag von 20 Euro mitzuführen.
  2. Entgegen vieler veralteter Informationen, die sich noch im Web befinden müssen Sie sich innerhalb von einer Frist von zwei Wochen nach dem Einzug umgemeldet haben. Ansonsten drohen Ordnungsstrafen.
  3. Die Ummeldung muss nicht persönlich erfolgen. Eine Vollmacht berechtigt anderen Personen das für Sie zu übernehmen.
  4. Finden Sie online Ummeldeformulare bei Ihrer neuen Gemeinde, drucken Sie sie aus und füllen Sie sie vor dem Behördengang aus. Das spart Zeit im Amt und reduziert die Wartezeit für andere Personen.
  5. Eine Abmeldung Ihres bisherigen Wohnsitzes ist nicht erforderlich. Das übernimmt das Einwohnermeldeamt automatisch.
  6. In manchen Fällen lässt sich beim Bürgeramt auch eine Adressänderung in den Fahrzeugpapieren vornehmen. Prüfen Sie, ob das möglich ist. Das erspart Ihnen den Gang zum Kfz-Zulassungsamt.
Fristen bei der Wohnsitz Ummeldung
Telekom Strom ummelden
Frist 2 Wochen nach Einzug in die neue Wohnung

Tipps:

  1. Wenn Sie innerhalb desselben Zulassungsbezirks umziehen, können Sie u. U. auch gleich Ihr Auto ummelden. In diesem Fall sollten Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein) mitbringen sowie mit einer Gebühr von ca. 15 Euro rechnen. Ob die KFZ-Ummeldung beim Bürgeramt möglich ist und wie hoch die Kosten sind, sollten Sie vorher telefonisch erfragen.
  2. Sollten Sie bisher keinen Reisepass besitzen, ist die Ummeldung eine gute Gelegenheit diesen ebenfalls zu beantragen. Hierzu benötigen Sie ein geeignetes Passfoto und einen ausgefüllten Antrag. Gebühren können Sie ebenfalls telefonisch erfragen. Gleiches gilt für die Verlängerung Ihres Personalausweises.
  3. Weitere Anträge, die Sie unter Umständen stellen können sind: Außerbetriebsetzung eines Kraftfahrzeuges, Bewohnerparkausweise, Ersatz- oder Erstausstellung von Lohnsteuerkarten und Erziehungsgeld.