Post Nachsendungen an die neue Adresse weiterleiten lassen – Nachsendung online in Auftrag geben – wie ein Nachsendeauftrag funktioniert

Eine Kostenübersicht der Nachsendemöglichkeiten, die die Deutsche Post online anbietet. Eine Pflicht zur Weiterleitung der Briefpost besteht nicht. Doch kaum jemand würde darauf verzichten.

In eine andere Wohnung umziehen – Post nachsenden lassen – eine Kostenbetrachtung

„Sie ziehen um – Ihre Post zieht mit!“ – so ein Slogan der Deutschen Post. Doch wie unerlässlich ist es eigentlich, sich die Briefsendungen nachschicken zu lassen, werden sich manche Privatleute fragen. Und wie funktioniert die Kostenberechnung?

Kann man auf den Nachsendeservice verzichten? Wenige Geschäftskunden stellen sich diese Frage, denn erfahrungsgemäß verfügen Geschäftsleute über ein sehr regelmäßiges und hohes gewerbliches Briefaufkommen. Das mag bei Privatleuten hier und da wesentlich geringer ausfallen, doch in der Praxis verzichtet kaum jemand auf die Möglichkeiten einer zuverlässigen Nachsendung.

Zwar ist der Nachsendeservice seit dem Jahr 2003 nicht mehr kostenfrei, doch schaut man sich die Preissteigerungen seither an, sind sie tatsächlich so gering, dass man sie vernachlässigen kann.

Privatleute zahlen gerade einmal 34,90 Euro für die Nachsendung über eine Dauer von 24 Monaten. In diesem Preis ist die Mehrwertsteuer enthalten. Und bezieht man die Einmalkosten auf jene, die dadurch monatlich anfallen, entspricht das einem Monatspreis von lediglich 1,45 Euro.

Das ist der Gegenwert der Portokosten eines einzigen großen Briefes bis 500g. Der Versand eines Standard-Briefs kostet bereits 0,70 Euro (Stand Oktober 2018).

Post nachsenden lassen im Umzugsfall oder bei einem Auslandsurlaub

Die Post an die neue Adresse nachsenden zu lassen ist eine übliche Handlung und funktioniert zuverlässig, im Fall eines Wohnungswechsels. Umziehen hat viele Adressänderungen zur Folge. Vor dem Hintergrund erscheint es wenig sinnvoll auf den zuverlässigen Umzugsservice der Deutschen Post zu verzichten.

Auch in anderen Lebenslagen bewährt sich der Nachsendeservice. Oft genutzt z. B. bei längeren Aufenthalten in Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen. Oder denken wir an die vielen Nachsendungen der Post ins Ausland. Beispielsweise im Fall der vielen Rentner, die die Wintermonate in wärmeren Gegenden verbringen. Etwa auf den kanarischen Inseln, auf die alljährlich viele Postnachsendungen weitergeleitet werden.

Eine Verpflichtung dazu, die Post weiterleiten zu lassen, besteht selbstverständlich nicht. Doch empfindet es sicherlich jeder von uns als störend, wenn noch Briefpost eintrifft, die an den Vormieter oder Vorbesitzer der Wohnung gerichtet ist.

Deshalb sollte man schon aus Gründen des Datenschutzes die Laufzeit der Nachsendung nicht zu kurz wählen. Bewährt hat sich die Laufzeit von zwei Jahren, die erst seit einigen Jahren von der Deutschen Post angeboten wird. Freilich nur online – in den Postämtern bzw. Postagenturen lässt sich ausschließlich die Standard-Laufzeit von 12 Monaten initiieren.

Erfahrungsgemäß ist das jedoch für viele Privatleute, die umgezogen sind, eine zu kurze Zeitspanne. Wesentlich preiswerter, rechnet man die Kosten pro Monat aus, ist die Beauftragung der Nachsendung über 12 Monate. Tatsächlich lassen sich im Vergleich zur Beantragung eines Nachsendeantrags über 6 Monate mehr als 40 Euro (!) einsparen.

Nachsendeauftrag – nach einer Einmalzahlung der Nachsendegebühr sind alle Postweiterleitungen kostenlos

Faktisch ist die Nachsendung der Briefpost durch die Deutsche Post kostenlos. Das Unternehmen erhebt lediglich eine einmalige, laufzeitabhängige Einmalgebühr. Eine Kostenpauschale sozusagen, die vollkommen volumenunabhängig Briefe verlässlich innerhalb Deutschlands und ins Ausland weiterleitet.

Jeder, der regelmäßig Postsendungen in Form von Rechnungen, behördlichen Mitteilungen oder privater Briefpost erhält, kann sich leicht ausrechnen, wie sensationell günstig im Grunde genommen der Postservice ist. Denn effektiv macht es keinen Preisunterschied, ob innerhalb des Zeitraums von zwei Jahren 20 Briefe oder 2.000 an die neue Adresse weitergeleitet werden.

Für Umziehende und Urlauber hält die Post darüber hinaus sogar noch einen Preisknaller bereit. Entgegen der weitläufigen Annahme für Personen mit unterschiedlichen Namen müssten unterschiedliche Nachsendeaufträge erteilt werden, ist dem nicht so.

Schon gewusst?

Das Hinzufügen von Wohnungsmitgliedern ist kostenlos. Bis zu 12 Personen lassen sich im Online-Formular des Nachsendeantrags ergänzen, ohne das für diesen Auftrag nur ein einziger Euro an Mehrkosten entsteht.

Beispiel:

Wohnten in der Parkstraße 7 bislang Frau Maier, Frau Müller und Frau Mustermann und ziehen diese drei nun gemeinschaftlich in die Schlossallee 9 um, ist ein einziger Nachsendeantrag für alle Damen ausreichend.

Wie ein Post Nachsendeauftrag funktioniert

Die meisten Personen entscheiden sich für die Beauftragung des Nachsendeservices per Online Formular. Das hat mehrere Gründe. Die Beantragung spart Zeit und Kosten. Weder stehen Urlaubsplaner oder Umziehende in Warteschlangen noch ist eine Parkplatzsuche vor der Postagentur erforderlich.

Durch die Nutzung des Internet-Formulars in der eFilale der Deutschen Post minimieren sich automatisch Übertragungsfehler, Rechtschreibfehler, Tippfehler oder Fehldeutungen bei ausländischen Namen oder Buchstabenformen. Die Online-Bestellung des Nachsendeauftrag ist also in jedem Fall überragungssicherer und fehlerunanfälliger, als die handschriftliche Beauftragung auf einem Papiervordruck.

Zwei von drei möglichen Beauftragungszeiträumen stehen nur Online-Bestellern zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um die Laufzeit von einem halben Jahr sowie von zwei Jahren. In einer Postfiliale sind demnach lediglich Post-Weiterleitungen für einen Zeitraum von einem einzigen Jahr zu bestellen.

Bei der Online Beauftragung der Postnachsendung kann optional die kostenlose Umzugsmitteilung in Anspruch genommen werden. Die Funktion „Post Umzug melden“ informiert gratis Vertragspartner und Institutionen über die erfolgte Adressänderung.

Der eigentliche Vorgang der Nachsendung wird mittels eines Adressaufklebers realisiert. Nachdem der Umziehende mit einer Vorlaufzeit von mindestens 5 Arbeitstagen mitgeteilt hat, an welche neue Adresse die Briefsendungen geleitet werden sollen, versieht die Deutsche Post automatisch alle Sendungen mit einem Änderungsaufkleber. Dieser ist passenderweise postgelb.

Der Vorgang wird im internationalen Postzentrum (IPZ) in Frankfurt am Main vorgenommen und ist hochtechnisch automatisiert. Dieser komplexe Vorgang wurde über Jahrzehnte von der Deutschen Post optimiert und hat faktisch keine Verzögerung in der Postzustellung zur Folge.

Bei der Nachsendung ins Ausland können diese selbstverständlich auftreten. Vielen Erfahrungsberichten ist allerdings zu entnehmen, dass die Nachsendung ins europäische Ausland sehr zuverlässig, reibungslos über überwiegend kostenlos funktioniert. Beispielhaft seien an dieser Stelle Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland genannt.

Nach Ablauf der Beauftragungsdauer kann theoretisch ein neuer Nachsendeantrag gestellt werden. Allerdings nur für die Dauer für 6 Monate und nicht kostenfrei. In der Praxis hat es sich daher bewährt, einen neuen Nachsendeauftrag zu veranlassen.

Alternativ bietet die Deutsche Post AG übrigens den Lagerservice an. Dieser wird ebenso bereitwillig gerne von Urlaubern genutzt. Beim Lagerservice werden die Zusendungen gesammelt und in Form eines Post-Paketes zu einem bestimmten Termin zugestellt.