Wegen Umzug kündigen – besteht ein Sonderkündigungsrecht bei der Deutschen Telekom

Wie eine Kündigung des Anschlusses bei der Telekom zu erfolgen hat, inkl. der Voraussetzung für eine Sonderkündigung

Telekom Umzugsservice – Adresse ändern, Tarif verändern, u.v.m.

Was beachten bei einer Telekom Anschluss Kündigung

Beschäftigen Sie sich frühzeitig mit den Möglichkeiten einer Fortführung oder der einer Kündigung Ihres Vertrags beim Internet-Provider. Klären Sie, ob eine Mitnahme des Telefon- und/oder Internetanschlusses an der neuen Adresse möglich ist. Nutzen Sie hierzu z. B. die Verfügbarkeitsprüfung, die die Deutsche Telekom online zur Verfügung stellt. 3-4 Wochen vor dem Umzugstermin sind empfehlenswert, bzw. unmittelbar nach Bekanntwerden der neuen Wohnadresse.

Ist eine Fortführung des bisherigen Vertrags nicht möglich, ist ggf. die Kündigung des Festnetzvertrags naheliegend. Kann der bisherige Leistungsumfang des Tarifs (z. B. die Internet-Geschwindigkeit) am neuen Wohnort nicht bereitgestellt werden greifen rechtliche Regelungen einer Sonderkündigungsmöglichkeit.

Die Kündigungsfrist bei DSL-Verträgen der Telekom beträgt in der Regel 1 Monat. Die Kündigung muss also einen Monat vor Ablauf der festgeschriebenen Laufzeit erfolgen. Andernfalls erfolgt eine automatische Verlängerung des Vertrags. Selbstverständlich kann der Telekom auch frühzeitiger die Kündigung zugestellt/übermittelt werden.

Eine Umschaltung des Anschlusses erfolgt in Absprache mit dem Telekommunikationsanbieter. Die Deutsche Telekom stellt im Rahmen des Umzugsservices Online-Formulare bereit, mit dessen Hilfe sich der Zeitpunkt bestimmen lässt. Bei der Schaltung eines neuen Anschlusses entstehen Gebühren. Diese werden als Bereitstellungskosten ausgewiesen und sind einmalig.

Gut zu wissen: Erfolgt eine Ummeldung des bestehenden DSL- oder Telefon-Anschlusses bleibt die Vertragslaufzeit hiervon unberührt. D. h. eine neue Vertragslaufzeit, z. B. von 24 Monaten darf nicht an den Umzugstermin gekoppelt sein.

Wird die vertraglich zugesicherte Mindestgeschwindigkeit der Internet-Verbindung unterschritten, ergibt sich die Möglichkeit zur Sonderkündigung. Kündigungen sollten schriftlich erfolgen, idealerweise per Einwurfeinschreiben und oder via Kundencenter mit einem angehängten Brief, der selbstverständlich die Unterschrift des Vertragsnehmers beinhalten sollte.

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Sonderkündigungsrecht: Sind die Voraussetzungen erfüllt gilt ein Kündigungsrecht von 3 Monaten zum Ende des Kalendermonats. Achtung: Die 3-Monats-Frist beginnt erst nach dem Einzugstag. Auch wenn die vertragliche Leistung nicht mehr in Anspruch genommen wird, müssen Kunden also noch 3 Monate nach dem Auszug für ihren Anschluss zahlen (Quelle: aktuelle Rechtssprechung lt. Verbraucherzentrale). 

Sonderkündigungsmöglichkeiten bestehen, wenn anhaltende Störungen vorliegen oder der Anschluss dauerhaft nicht freigeschaltet wird. Kunden müssen der Telekom in diesen Fällen eine Frist setzen und die Möglichkeit einer Schadensbehebung einräumen. Kann gar keine Internetverbindung durch die Telekom erfolgen oder nur unter Inkaufnahme massiver Bandbreitenverluste, kann der Vertrag ebenfalls vor Ablauf der Vertragslaufzeit beendet werden.

Die Mitnahme der Rufnummer ist möglich und vorteilhaft, vor allem für Geschäftskunden nicht selten unverzichtbar. Im Festnetzbereich ist die Portierung der bisher genutzten Telefonnummer nur möglich, wenn sich der Vorwahlbereich nicht ändert.

Im Falle einer Provider-Wechsels (insbesondere im Mobilfunksektor) sind Zusatzgebühren für die Portierung üblich. Verbleibt der Telekom-Festnetzanschluss im gleichen Ortsnetzvorwahlbereich ist die Mitnahme der bekannten Rufnummer kostenfrei.

Beim Wegzug in einen neuen Ortsvorwahlbereich kann es sinnvoll sein den bestehenden Telekom-Festnetzvertrag nicht zu kündigen sondern vielmehr für eine Übergangszeit eine dauerhafte Rufnummernweiterschaltung auf die neue Telefonnummer vorzunehmen (ähnlich dem Nachsendeauftrag quasi). Vor allem für gewerbliche Nutzer unterliegt diese Variante ein Kosten-/Nutzen-Abwägung.

Mindestvertragslaufzeit außerordentliche Vertragsauflösung

Möglichkeiten der Sonderkündigung ergeben sich in der Regel auch bei einem Wegzug ins Ausland. In seltenen Fällen sind Provider in der Lage den identischen Leisungsumfang im Mobilfunk- oder Festnetzbereich in einem anderen Land zur Verfügung zu stellen.

Wer jedoch innerhalb Deutschlands umzieht, ist an den vertraglichen Regelungen gebunden, die beim Vertragsabschluss vereinbart wurden. Hier gilt das Verursacherprinzip sozusagen, da beispielsweise nicht die Deutsche Telekom den Umzug initiiert sondern der Privatkunde oder der Geschäftskunde. Die Telekom wäre am bisherigen Standort zur Vertragserfüllung bereit.

Die Telekom verlangt in der Regel eine Meldebescheinigung aus dem Ausland. Alternativ ist der Nachweis eines Arbeitgebers möglich. In jedem Fall ist ein Nachweis erforderlich, damit das Sonderkündigungsrecht angewendet werden kann.

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Wenn die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung nicht erfüllt sind, gelten die Konditionen der vereinbarten Vertragslaufzeit. Einen Sonderfall bilden Haushaltszusammenführungen, z. B. von zwei Telekom-Kunden, die fortan einen gemeinsamen Haushalt bewohnen.

Hier hat sich insbesondere die Deutsche Telekom jüngst bemüht mehr Verständnis für derartige Lebenssituationen aufzubringen und bietet Sonderregelungen an. Welche dies konkret sind, sollte im Hilfebereich der Telekom aktuell in Erfahrung gebracht werden.

Generell empfehlen sich kürzere Laufzeiten wenn Veränderungen in der Lebenssituation abzusehen sind (Auslandeinsatz, wechselnder Studienplatz, Au-pair, etc.). Vertragslaufzeiten von 12 Monaten sind kostspieliger und von weniger Subventionen begleitet. Die höheren Grundpreise können sich jedoch bei Wohnungswechseln finanziell lohnen.

Vor dem Ende der Mindestvertragslaufzeit können Telekom-Kunden nur in einen höherwertigen Tarif wechseln. Bei einem Umzug des DSL-Anschlusses wird bei der Telekom in jedem Fall eine Bereitstellungsgebühr von 69,95 Euro fällig. Neukunden, die zur Telekom wechseln werden die Bereitstellungskosten üblicherweise erlassen.